Namibia - endlose Weiten, wilde Tiere und Sonnenuntergänge mit Gänsehautgarantie

von Vanessa Weber | mehr Artikel von | 23. Oktober 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Große Namibia Rundreise

Im Oktober 2014 ging ein Traum in Erfüllung: Wir starten nach Namibia. Nach einem angenehmen Flug mit South African Airways landen wir in Windhoek. Wir warten auf unser Gepäck –  vergeblich! Es war in Johannesburg gestrandet. Man verspricht uns, dass es baldmöglichst nachgebracht werde. Zum Glück haben wir einige Klamotten und Hygieneartikel im Handgepäck, was ich wirklich jedem nur empfehlen kann! Die Gruppe wartet bereits auf uns – meine Befürchtungen aus „Hummeldumm“ werden nicht wahr ;). Unsere Gruppe besteht aus 12 Personen – sehr angenehm.

Nach einer Nacht im Safari Hotel startet unsere Rundreise zunächst mit einer Tour durch Windhoek. Schmucke Kolonialbauten künden von den Zeiten als Namibia noch „Deutsch-Südwest“ hieß. Vorbei am historischen Bahnhof mit einer Lokomotive von 1900, am Ausspannplatz, zur Christuskirche, dem Verwaltungsgebäude „Tintenpalast“, der alten Feste und dem Südwester Reiter.

Namibia

Endlose Weiten

Wir verlassen Windhoek und machen uns auf in die Kalahari. Springböcke, Warzenschweine, Webernester und trockenes Buschland säumen den Straßenrand. Wir sind fasziniert von den unendlichen Weiten. Kilometerlang kommt uns kein Auto entgegen, kilometerlang keine Ortschaft, keine Menschenseele.  Angekommen in der Kalahari Anib Lodge wartet schon ein besonderes Highlight auf uns: Die erste Pirschfahrt. Mit einem offenen Geländefahrzeug geht es durch die Dornbuschsavanne, durch eine Landschaft mit leuchtend roten Dünen, flinken Erdmännchen, grazilen Antilopen, lauthals kreischenden Vögeln, Straußen und Zebras. Ich möchte unbedingt eine Giraffe sehen – doch heute erfüllt sich dieser Wunsch nicht mehr. Wir treffen uns zum ersten „Sundowner“. Bei einem kühlen Winhoek Lager lassen wir den Tag ausklingen. Die untergehende Sonne taucht die Wüstenlandschaft in ein magisches Licht – auch in den Kameldornbäumen kehrt Ruhe ein – absolute Ruhe.

Am nächsten Morgen frühstücken wir auf der Terrasse mit Blick in die Weiten der Kalahari. Ein Auto nähert sich mit knatterndem Motor – es ist da – unser heiß ersehntes Gepäck. Wir brechen auf Richtung Süden. Über Keetmanshoop geht es zum Köcherbaumwald und zum „Giant´s Playground“.

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Am Nachmittag kommen wir im Canyon Village an – eine Kulisse wie aus einem Film. Abgeschieden in endloser Weite gruppieren sich einzelne Gebäude dorfähnlich zwischen riesigen Felsen.

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Unser Gepäck wird mit dem Pferdewagen zum Zimmer gebracht. Abends brechen wir auf zu unserem nächsten Sundowner. Ein Hotelangestellter begleitet uns und erzählt uns, dass uns eine Bar erwarten würde und deutet dabei auf einen hohen Felsen. Ungläubig schauen wir ihn an und folgen ihm. Nach dem Aufstieg eröffnet sich uns ein Blick in endlose Weiten, in der Ferne sehen wir einige Antilopen. Aus einem Kühlschrank wird uns eine Bar gezaubert – mit kühlem Bier, Saft, Gin… Woher der Strom kommt wissen wir nicht. Wir genießen den Augenblick und lassen auch diesen Tag bei einem magischen Sonnenuntergang ausklingen. Das Buffet im Restaurant ist vielfältig, die einheimischen Speisen lecker.

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Am nächsten Tag erwartet uns der Fish River Canyon – mit 160 km Länge, 27 km Breite und bis zu 550 m Tiefe die zweitgrößte Schlucht der Welt. Bei einer Wanderung entlang des Canyons genießen wir das Panorama. Auf dem Weg nach Aus beobachten wir die Wildpferde und lauschen der Sprache der Tiere. Unser Nachtquartier ist das Bahnhof Hotel Aus.

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Gestärkt vom großzügigen Frühstück brechen wir auf in die Namibwüste. Bei einem Stopp in Solitaire bei Mc Gregor´s Desert Bakery genießen wir ofenfrischen Apfelkuchen mit Streuseln. In der Solitaire Guest Farm werden wir herzlich empfangen. Am Nachmittag unternehmen wir eine Fahrt ins Schutzgebiet für Geparden – welches dem „Namib Conservation Centre“ angehört. Wir haben Glück und bekommen 5 der 6 Geparden zu Gesicht. Wir steigen sogar aus dem Truck und kommen den Tieren sehr nahe – Aufregung pur.

NamibiaDen Sonnenuntergang genießen wir bei einem Drink– in der Ferne können wir die Geparden beobachten.

Sossusvlei – das Herz der Namibwüste

Der nächste Morgen beginnt früh – sehr früh. Um 04:30 Uhr bei absoluter Dunkelheit geht es los. Schlaftrunken sitze ich im Bus. Es ist sehr kalt, heute ist Zwiebellook angesagt. Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise erwartet uns – Sossusvlei. Am Eingang des Parks angekommen geht es mit dem Jeep über holprige Sandpisten bis ins Dead Vlei.

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Noch vor Sonnenaufgang erklimmen wir eine der bis zu 300m hohen Dünen. Der Aufstieg ist anstrengend, immer wieder versinken die Füße im kalten Sand. Doch die Anstrengung wird belohnt – mit einem unvergesslichen Ausblick auf ein Meer aus Dünen mit einem sagenhaften Spiel aus Licht und Schatten und Sanddünen in leuchtendem Rot.

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Wir genießen den Ausblick noch eine Weile bei unserem Frühstück aus dem Lunch Paket bevor der steile Abstieg auf uns wartet. Auf dem Rückweg zur Guest Farm unternehmen wir eine kleine Wanderung im Sesriem Canyon. Den Abend lassen wir bei einem Sundowner mit atemberaubend schönem Sonnenuntergang und einem anschließenden leckeren Abendessen ausklingen.

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Nebel und Wind an der Küste

Vorbei an der Düne 7, der höchsten Düne der Region, geht es nach Walvis Bay mit seinen Pelikan-und Flamingo-Kolonien und unzähligen Seehunden, bis wir in Swakopmund ankommen. Zum Glück ist die Funktionsjacke im Gepäck – es ist deutlich kälter als im Landesinneren, ein eisiger Wind weht. Schon unsere UnterkunftDeutsches Haus zeugt von der Kolonialzeit. Auch Gebäude wie das Woermannhaus, das Alte Amtsgericht und der Leuchtturm zeugen von der Vergangenheit. In vielen Geschäften hören wir Menschen Deutsch sprechen. Für einige der Gruppe ging es mit einer Cessna von Scenic Air in die Luft, ein – so sagt man mir – einzigartiges Erlebnis. Doch ohne mich. Ich schließe mich anderen aus der Gruppe an und bummle durch die Straßen der Stadt und erstehe auf dem Markt die ersten Souvenirs. Am Abend kehren wir in Erich´s Restaurant ein und genießen ein leckeres Abendessen zu einem unschlagbaren Preis.

Bei einer Bootsfahrt durch die Walvis Bay mit LEVO am nächsten Tag lernen wir einiges über Austern, Seehunde, Pelikane und Flamingos. Wir haben Glück und sehen sogar Delphine. Fangfrische Austern warten darauf geschlürft zu werden. Den Abend lassen wir in einer gemütlichen Cocktailbar ausklingen.

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Damaraland

Am nächsten Tag passieren wir den Brandberg und bestaunen die Felsmalereien von Twyvelfontein. Auf dem Weg dort hin besichtigen wir den „versteinerten Wald“ und die „Orgelpfeifen“. Auf unserer Fahrt kommt ein kleiner Junge aus einer Wellblechhütte auf unseren Bus zu. Wir halten an und geben ihm Bonbons und Gummibärchen – seine strahlenden Kinderaugen werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Unser Quartier für die Nacht ist die wunderschöne Twyfelfontein Country Lodge. Beim üppigen Abendbuffet mit einem guten Glas Wein lauschen wir den Gesängen der Angestellten, vom Kellner bis zum Koch – alle singen und tanzen mit. Ein schöner Tag neigt sich dem Ende.

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Etosha Nationalpark

Es ist soweit – der Etosha Nationalpark erwartet uns. Bei einer ersten Pirschfahrt begeben wir uns auf die Suche nach den großen und kleinen Tieren im Park. Wir entdecken staubige Elefanten, unzählige Springböcke, Zebras, Vögel, ein Nashorn und Giraffen. Am Abend blicken wir von der Terrasse der Etosha Safari Lodge in die Weite – endlose Weite.

Mit dem offenen Jeep geht es am nächsten Morgen auf die zweite Pirschfahrt. Unser Fahrer und Guide gibt uns wertvolle Informationen über Tiere und Park. Wir entdecken unzählige Vögel, eine Elefantenherde auf dem Weg zum Baden. Zebras, Oryx-Antilopen, Springböcke, Straußen tummeln sich um Wasserlöcher… Plötzlich holpert es auf der Weiterfahrt durch den Park – wir haben einen platten Reifen. Das heißt aussteigen! Nachdem wir viel über die Bewohner des Parks erfahren haben, stehen wir mit einem etwas mulmigen Gefühl unter einem schattenspendenden Busch in der gleißenden Mittagssonne. Mit einem Wagenheber versucht unser Guide vergebens das Geländefahrzeug anzuheben. Auch vorbeifahrende Parkbesucher konnten mit keinem anderen Exemplar dienen. Er parkt das Fahrzeug mit dem hinteren Teil etwas erhöht, stapelt Steine aufeinander, stützt das Auto darauf ab und legt sich schließlich unter das Auto um den Reifen zu wechseln. Niemand hat Handyempfang – uns gehen wilde Gedanken durch den Kopf. Doch alles geht gut – Reifenwechsel auf namibisch ;). Am Nachmittag liegen Hyänen nicht weit vom Straßenrand – irgendwie gruselig. Wir entdecken Nashörner, Elefanten, eine Giraffe mit Ihrem Baby. Das nächste Wasserloch ist komplett verlassen – ein Löwe lauert im Hintergrund unter einem Busch. Sein Gebrüll klingt auch aus der Ferne mächtig – roooooooar. Ein wundervoller Tag neigt sich dem Ende. Wir genießen eine weitere Nacht in der Etosha Safari Lodge.

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Eine wunderschöne Reise neigt sich dem Ende

Am nächsten Morgen brechen wir auf nach Windhoek. Den letzten Abend lassen wir in Joe´s Beerhouse ausklingen – einem Sammelsurium aus allerlei Skurrilitäten mit sehr gutem Essen und leckeren Coktails.

Die letzte Nacht in Namibia bricht an – ich schlafe ein und denke an unendliche Weiten, wilde Tiere und Sonnenuntergänge mit Gänsehautgarantie. Schweren Herzens verlassen wir Namibia – es gibt nur einen kleinen Trost: Mauritius erwartet uns.

Sehr gerne stehe ich euch bei Fragen rund um diese Reise zur Verfügung und berate euch individuell. Ich freue mich auf euren Besuch!

 
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