Neuseeland - Faszination zwischen Gletschern, Palmen und Geysiren

von Berit Straßberger | mehr Artikel von | 4. Mai 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Faszination zwischen Gletschern, Palmen und Geysiren! Eine Reise zum „schönsten Ende der Welt“ ist so faszinierend, dass man die lange Anreise schnell vergisst oder sie mit einem Zwischenstopp in Asien kombiniert.

Meine Reise fand im Dezember 2013 statt und führte uns von Frankfurt über Seoul nach Queenstown auf die Südinsel und von da mit dem Bus, entlang bezaubernder Landschaften, auf die Nordinsel bis nach Auckland.

Landeanflug über Queenstown

Landeanflug über Queenstown

Neuseeland ist ein Land der Gegensätze und Landschaftskontraste, dies wurde mir schon beim Landeanflug auf Queenstown klar. Eine traumhafte Seenlandschaft wird umrahmt von einer imposanten Bergkulisse. Vom Bob´s Peak hat man einen herrlichen Blick auf Queenstown und den Lake Wakatipu. Rund um die Stadt kann man seinen Adrenalinspiegel in die Höhe schießen lassen bei einer rasanten Jetboatfahrt durch die Schluchten des Shotover Rivers oder bei einem Bungee Sprung von der Kawarau Bridge. Von hier aus hielt der Bungee Sprung seinen Siegeszug rund um die Welt.

Mein Tipp: Eine Fahrt mit einem alten Dampfer auf dem Lake Wakatipu zur Walter Peak Schaffarm. Bei einem entspannten Glas Sauvignon Blanc und einem leckeren Barbeque genießt man den Blick auf den See und die totale Ruhe.

Jetboatfahrt

Jetboatfahrt

Auf der Fahrt an die Westküste lernt man die idyllische Goldgräberstadt Arrowtown kennen, passiert den Haast Pass und erlebt den einzigartigen Klima- und Vegationswechsel der Region. Das Tagesziel war der Westland Nationalpark. Hier münden 3 mächtige Gletscher in den alpinen dschungelartigen Regenwald – der Tasman, Fox- und Franz-Josefgletscher. Einem Vergleich mit den europäischen Alpen hält dieses Gebiet allemal stand. Hier findet man 19 Berge, die über 3000 m hoch sind. Der alpine Regenwald reicht bis fast an die Spitzen.

Mein Tipp: Vom Ort Franz-Josef finden Helicopterrundflüge zu den 3 Gletschern oder zum höchsten Berg Neuseelands, dem Mt. Cook mit 3754 m Höhe, statt.

Am nächsten Tag hatten wir Gelegenheit einen Stopp im Paparoa Nationalpark einzulegen und lernten die berühmten Pancake Rocks von Punakaki kennen. Das sind vom Meer geformte Gesteinsschichten, die wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen aussehen. Die Westküste beeindruckt mit ihrem natürlichen Charme und man genießt einfach die Idylle, den Panoramablick, die Brandung und das Meeresrauschen.

Pancake Rocks Neuseeland

Auf dem Weg in Richtung Nelson, ein ausgedehntes Weinanbaugebiet des weltbekannte Sauvignon Blanc, sollte man einen Halt in Hokitika einplanen. Hier befindet sich das Zentrum der Jadeherstellung und man schaut den Handwerkern direkt über die Schulter.

Neuseelands Küsten bieten Strände mit Karibikfeeling mit glasklarem türkisfarbenem Wasser und weißen Puderzuckerstränden, z.B. im Norden der Insel an der Bay of Island, der Coromandelhalbinsel oder im Abel Tasman Nationalpark, dem kleinsten Nationalpark Neuseelands (er wurde nach dem Entdecker Neuseelands, dem Holländer Abel Tasman, benannt).

Mein Tipp: Eine Traumwanderung entlang der Küste. Die Zeitdauer bestimmen Sie selbst, hier kann man sich einfach inmitten einzigartiger Natur und einsamen Badestränden vergessen!

Küste Neuseeland Strand Neuseeland

Von Picton aus überquert man die Cook Strait und gleitet durch den fjordartigen Marlborough Sound, Weltnaturerbe der Unesco, der an die Landschaften Norwegens erinnert. Ähnliche Bilder findet man im größten Nationalparks Neuseelands, dem Fjordland Nationalpark, im Südwesten der Insel. Egal ob man wandern möchte oder mit Booten, Kajaks und Yachten über die seichten Wellen gleitet, die Bergpanoramen und die Stille der Natur genießt man in vollen Zügen.

Wellington, die Hauptstadt Neuseelands, liegt reizvoll in eine Hügellanschaft eingebettet und kann dem Vergleich bzw. der Bezeichnung mit Little San Francisco standhalten. Am originellsten ist die rote Cable Car von 1902, die einen grandiosen Ausblick auf die Stadt gewährt.

Wellington, Neuseeland

Wellington

Wir passieren auf unserer Fahrt nach Rotorua den Tongariro Nationalpark. Hier grenzen schneebedeckte Vulkane an den romantischen Lake Taupo, den größten Binnensee Neuseelands.

In den Geothermalgebieten rund um Rotorua lernen Sie die einzigartige und geheimnissvolle Kultur der Maoris kennen, die in diversen Villages ihre Kultur von Generation zu Generation lehren, lernen und leben. Ich war total beeindruckt.

Maorikultur erleben

Maorikultur erleben

Mein Tipp: Besuchen Sie hier das Dorf Te Puia. Das „Hangi & Konzert“, eine Abendveranstaltung in der Ihnen die traditionellen Lebensweisen und Gesänge der Maoris näher gebracht werden, wie z. B. der bekannte Kriegstanz Haka, der auch das Markenzeichen der neuseeländischen Rugbymannschaft All Blacks ist. Anschließend verwöhnen Sie Ihren Gaumen mit dem bekannten „Hangi“, einem Erdofenessen das vor Ihren Augen zubereitet wird und genießen den Abend mit vielen weiteren Köstlichkeiten aus Neuseelands Küche, z. B. frisches Lamm oder Meeresfrüchte.

Höhepunkt meiner Reise war der Besuch von „Mittelerde“, sprich Hobbiton. Obwohl ich kein „Herr der Ringe“-Fan bin, hat mich die Tour durch die Originalfilmkulissen der Trilogie und des Films „Der Hobbit“ total begeistert. Das komplette Gelände ist mit viel Liebe zum Detail gebaut worden. Alles wirkt so niedlich und einladend, dass man hier gerne längere Zeit verbringen möchte. Für Fans der Filme und Liebhaber von Frodo und Bilbo ein unbedingtes Muss!

Hobbiton Neuseeland

Hobbiton

Leider beenden wir unsere Reise auch schon wieder in Auckland, auch „Stadt der Segel“ genannt. Auf einer Stadtrundfahrt lernen wir Downtown, Harbour Bridge mit Yacht- und Frachthafen und die umliegenden Bezirke kennen. Mit einem grandiosen Blick auf Auckland und einem abschließenden leckeren Abendessen im Sky Tower, mit 328 m das höchste, freistehende Gebäude der südlichen Hemisphäre, konnten wir die Eindrücke der letzten Tage Revue passieren lassen.

Fazit: Für mich ist Neuseeland ein einmaliges Land der Kontraste, unterschiedlichster Vegetationsformen, Abenteuercharakter, wirklich freundlichen Kiwis (Einwohner), einer traumhaften wechselnden Natur und einem absolut verträglichen Klima für uns Nordeuropäer. Es ist eines der wenigen Länder, dass mich in seinen Bann gezogen hat und welches ich auf jeden Fall noch mindestens ein Mal besuchen möchte!

Sky Tower, Auckland Neuseeland

Sky Tower

 
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