New York City- Vom Central Park bis zur Freiheitsstatue Teil 1

von Nicole Engert | mehr Artikel von | 28. Februar 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Liebe Bald-Nach-New-York-Reisenden,

ich möchte Euch, liebe Leser, in diesem Bericht gerne an den Eindrücken meines zweiten New York City Aufenthalts teilhaben lassen und aufzeigen, dass sich eine Reise, auch im Januar, definitiv lohnt.

Während unseres 8-stündigen Non-stop-Fluges von Berlin-Tegel nach New York City zum JFK-Airport waren wir schon etwas aufgeregt. Gut, ich nicht mehr so ganz, weil ich ungefährt wusste, was mich erwartet, aber meine Freunde schon etwas. Besonders vor der Einreise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten bestand etwas Angst. „Was? Wie – die stellen Fragen? Auf ENGLISCH? Und was muss ich da sagen?“ Mh… die Wahrheit wäre schon einmal nicht schlecht, dachte ich mir insgeheim, aber liebe Leser: Keine Angst, die Einreise in die USA ist wirklich halb so wild. Man stellt sich brav in der Reihe an, kramt nach einiger Zeit, sofern das Ende der Schlange in Sicht ist, seinen (gültigen) Reisepass sowie das ESTA-Formular heraus, was als Einreiseerleichterung eingeführt wurde und gerne als „Visum“ betitelt wird und dann wird man aufgefordert seine Fingerabdrücke abzugeben sowie für ein Foto in eine Kamera zu schauen. Wirklich alles ganz einfach.

So, wir hatten nun also die erste Hürde geschafft, ab ging es zu den Kofferbändern und dann zum Transferunternehmen, das uns nach Manhattan bringen sollte. Man kann natürlich auch ein Taxi oder den Zug nehmen, aber der Bequemlichkeit halber haben wir diese Variante gewählt. Wir konnten dementsprechend schon etwas entspannen und brauchten uns um nichts zu kümmern.

Mir war bei meinem ersten Aufenthalt entgangen, dass man auf der Hinfahrt schon wirklich gute Blicke auf die Skyline erhaschen kann. Vorausgesetzt man weiß, in welche Richtung man gucken muss 😉

Man muss natürlich sagen, dass die Eindrücke, die man am Ankunftstag sammelt, enorm sind. Das lässt sich nicht einfach so verarbeiten. Durch die Zeitverschiebung (in New York City ist es ca. 6 Stunden früher als in Deutschland) kommt man je nach Start nachmittags an und kann dann nach dem Einchecken im Hotel den Abend nutzen. Sowieso sollte man sich nicht dem Jetlag hingeben und sich schlafen legen.

Aufgrund der Lage unseres Hotels (Skyline Hotel) konnten wir direkt abends noch los zum Times Square. Dieser befindet sich wirklich keine 20 Minuten entfernt. Erste Fotos knipsen, etwas essen und den Trubel auf sich wirken lassen. Irgendwie merkt man dort am meisten, was es bedeutet, dass eine Stadt nie schläft… Es ist einfach immer voll. Die Nebenstraßen sind voll als auch die zahllosen Restaurants und Schnellimbisse.Times Square New York City

Der Times Square ist von der Fläche her nicht groß, fungiert aber außer als enorme Werbefläche als Knotenpunkt für Straßen und U-Bahnlinien. Im Wirrwarr der Lichter fallen die Eingänge zur U-Bahn manchmal gar nicht auf, auch wenn dick und fett SUBWAY darüber steht. So haben wir also den ersten Abend mit dem ersten Highlight der Stadt und einem Hotdog für 10$ (ist kein Witz, wir hätten vorher wahrscheinlich fragen sollen, wie viel er kostet…) ausklingen lassen.

Müde ließen wir uns in unsere ultra-super-klasse-weichen Betten fallen und schliefen ein, bis wir um 5 oder 6 Uhr aufwachten. Dank der Zeitverschiebung ist man natürlich immer etwas im Rhythmus des Herkunftslandes gefangen.

Times Square NYC

Natürlich begrüßte uns der erste richtige Tag im Big Apple mit: REGEN. „Oh nein“, dachte ich. “Und das ausgerechnet, wenn man Freunden die Schokoladenseite der Metropole zeigen will.“ Ich musste also etwas umdenken. Schließlich hatte ich die Tage durchstrukturiert. Ich kannte die Stadt ja bereits und der Regen brachte meinen Plan dezent durcheinander. Also kam nur eines in Frage: Wir mussten ein Museum aufsuchen. Museen gibt es in New York sehr viele, somit fiel die Wahl etwas schwer: Das berühmte Naturkundemuseum „The American Museum of Natural History“, das Guggenheim Museum, das MoMa „Museum of Modern Art“ usw. Wir haben uns dann allerdings für etwas komplett anderes entschieden: Die INTREPID – und man mag es kaum glauben, aber das stand noch nicht einmal auf meiner Liste, sondern wurde von meinen Mitreisenden eingeworfen. Mh, wieso bin ich nicht darauf gekommen?!

Intrepid NYC

Die Intrepid ist ein gigantischer amerikanischer Flugzeugträger, der im zweiten Weltkrieg diente. Nun fungiert er als Museum und beinhaltet neben Flugzeugen, Uniformen und viel Geschichte, die sehr anschaulich dargestellt ist, auch ein U-Boot sowie das Spaceshuttle „Enterprise“. Das Tolle an dem Gelände ist, dass man als Gast wirklich fast überall langlaufen kann. Alles war tatsächlich im Einsatz und man kann die Geschichte hautnah erleben. Man gelangt sogar bis hoch auf die Kommandobrücke des Flugzeugträgers. Alles ist sehr interaktiv, sodass es für Klein und Groß ein Vergnügen ist! In dem Bereich „Exploreum“ kann man an kleinen Stationen an Experimenten teilnehmen oder sich in einen Helikopter hineinsetzen. Es macht Spaß und ist durchweg sehr beeindruckend! Die Intrepid liegt neben dem Manhattan Cruise Terminal am Hudson River und ist ebenfalls vom Skyline Hotel klasse zu Fuß erreichbar. Tipp ist wirklich möglichst früh hinzugehen, sodass man gleich die erste Gruppe ist. Man kann auch Touren mit Guides auswählen, die einem in Englisch passend dazu alles erklären oder man geht, wie wir, auf eigene Faust. Ausreichend Zeit sollte man auch einplanen, da es ein, wie bereits erwähnt, sehr großes Gelände ist – mit vielen Nischen und Extrainfos. Von den Eintrittspreisen her ist es schon ordentlich. Kinder sind ermäßigt, Erwachsene kosten jeweils ca. 30$.

Intrepid NYC Flugzeug

Intrepid NYC Uboot

Nachdem wir die Intrepid verlassen hatten, waren wir allesamt ziemlich müde und fertig. Logisch, der Jetlag nagte auch noch spürbar an uns, trotz der allgemeinen Aufregung endlich und wahrhaftig in New York zu sein. Wir suchten Restaurants auf und verbrachten einen entspannten Nachmittag mit unaufhörlichem Regen.

Am nächsten Morgen (wir waren für eine ganze Woche in der Stadt) erwartete uns schon das nächste Highlight: Es regnete nicht und die Sicht war klar, das bedeutete: „Empire State Building here we come!“ Die nächste U-Bahnstation war vom Skyline Hotel die 50th Street. Das U-Bahnnetz in der Stadt ist wirklich sehr gut ausgebaut und sehr übersichtlich! Die Linien sind in Buchstaben unterteilt. Wir hatten uns für eine Wochenkarte entschieden, da es für uns die optimalste Variante mit ca. 31$ pro Person war. Zum Empire State Building fährt man bis zur 34th/ Herald Square. Dort stößt man direkt auf die Stores, die viele Frauenherzen höher schlagen lassen: Macy’s (riesiges Kaufhaus) und Victoria’s Secret (beliebte Unterwäschekette, noch öfter in der Stadt anzutreffen). Um auf die normale Aussichtplattform des Empires zu gelangen kann man sich unten eine Eintrittskarte kaufen. Hinweis: Bitte nicht gleich auf die Tickets bei den mobilen Verkäufern zurückgreifen, die ums Empire herumschwirren. Sie verkaufen einem noch zusätzlich den Skyride (eine Art 4D-Vorführung rund ums Building, definitiv KEIN Muss.

Dadurch dass wir noch in diesem kleinen Kinosaal waren, war unser Vorsprung aufgeholt, denn als wir dort rauskamen, mussten wir uns ganz hinten an der eigentlichen Schlange anstellen. Ohne Kino wären wir, durch die morgendliche Uhrzeit, locker mit die Ersten gewesen. Ärgerlich! Oben ist es jedoch jedesmal wieder ein Highlight! Im Januar ist es dort relativ leer und man wird auch nicht gehetzt weiter zugehen oder gar zerquetscht. Grundsätzlich wird der Zufluss der Besucher natürlich überwacht, damit es nicht zu viel Gedrängel gibt. Einziges Manko- im Winter ist es dort seeeehhhr kalt.

Aussicht vom Empire State Building NYC

Wieder unten angekommen entschlossen wir uns dazu, vom Empire zum Flat Iron Building zu laufen. Das war ein schöner Spaziergang mit Besuch eines winzigen, öffentlichen Parks (Madison Square Park), wo es sehr viele Eichhörnchen gibt. Durch die verlorene Scheu zu Menschen waren sie mir doch etwas zu zutraulich, ABER tolles Flair im Park an sich!

Flat Iron Building NYC

Weiter ging es von dort aus zu unserem nächstes Ziel (diesmal mit der U-Bahn), dem World Trade Center mit Ground Zero. Man ist eigentlich nie sonderlich lange mit der Subway unterwegs. Die Entfernungen innerhalb Manhattans empfand ich als durchaus überschaubar. Man kann Vieles sehr gut zu Fuß erreichen. Als Station nutzten wir „City Hall“. Zur Orientierung kann man in dieser Stadt exzellent die Wolkenkratzer nutzen. Sobald man ein bekanntes Bauwerk entdeckt, weiß man, wo man sich befindet. Ob Chrysler Building, Empire State Building oder wie in dem Fall das neue One World Trade Center. Wir also schnurstracks auf das WTC zu marschiert. Der neue Wolkenkratzer ist ein toller Anblick, aber im Umkreis von Ground Zero wird noch viel gebaut, was die Stimmung etwas kaputt macht. Allgemein ist die Atmosphäre an den Mahnmalen sehr bedrückend und ich persönlich konnte es auch nicht ganz nachvollziehen, wenn an den Brunnen, die die Grundrisse der ehemaligen Tower 1 und 2 verdeutlichen, lächelnde Selfies geknipst wurden. Es ist ein sehr intensiver Ort und gerade, wenn man die Bilder von 9/11 noch im Kopf hat, kann man sich leider nur allzu gut vorstellen, welches Chaos vor Ort geherrscht haben muss.One World Trade Center NYCMemorial World Trade Center NYC

Ein Muss sollte auch das Memorial 9/11 -Museum sein. Die Eingangshalle aus Glas befindet sich neben den Brunnen und noch über der Erde, während der restliche Teil immer tiefer in den Untergrund führt und unterhalb der Brunnen endet. Es beherbergt sehr viele Artefakte von jenem Tag, wie z.B. original Stahlträger, zerstörte Feuerwehrfahrzeuge und in einem speziellen Areal auch eine sehr detaillierte Darstellung der Ereignisse an diesem Tag sowie Augenzeugenberichte uvm. Für das Memorial hatten wir uns allerdings den letzten Tag noch freigehalten, um wirklich Zeit dafür zu haben.

Museum World Trade Center 9/11 NYCMuseum World Trade Center 9/11 NYCMuseum World Trade Center 9/11 NYC

Nach dem Außengelände von Ground Zero liefen wir weiter zur Wall Street. Hier trifft man auf die eigentlichen Wolkenkratzer und Häuserschluchten aus bekannten Filmen. Man passiert die Trinity Church und biegt dann ab zur Börse (Stock Exchange) und zur Federal Hall. Man kann die engen Häuserschluchten entlang spazieren und zum Symbol der Wall Street kommen: dem Charging Bull. Es soll Glück bringen, ihn zu berühren, daher stehen viele Leute dort an, um Fotos zu machen.

Wall Street NYC

Noch am selben Tag verließen wir den goldenen Bullen in Richtung Südspitze Manhattans und erreichten den Battery Park mit Blick auf die Freiheitsstatue. Dort schlenderten wir bis zum Anleger der Staten Island Ferry, die kostenlos im 30-Minuten-Takt zwischen Manhattan und Staten Island pendelt. So kann man relativ nah an der Freiheitsstatue vorbeifahren und einen tollen Blick auf die Südspitze Manhattans genießen und das beste daran: alles komplett gratis.

Wie es uns weiter erging im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, erfahrt Ihr im ZWEITEN Teil.

Statue of Liberty NYC

 
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