New York City- Vom Central Park bis zur Freiheitsstatue Teil 2

von Nicole Engert | mehr Artikel von | 28. Februar 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Herzlich Willkommen zum zweiten Teil meines Städtetrips!

Rückblick: Wir hatten die ersten Tage mit der Intrepid, dem Empire State Building sowie Ground Zero und der Wall Street klasse überstanden und freuten uns auf das, was noch kommen sollte.

Die Tage flogen vorbei und das einzig Nervige war ständig auf der Suche nach etwas Essbarem zu sein. Die wenigsten Hotels bieten (wenn überhaupt) kontinentales Frühstück an und man wird oft in die bekannten Fast Food Restaurants gehen. Ein richtiges Menü einzunehmen kann nämlich sehr viel kosten. Ein Bier dazu steigert das ganze nochmals, da sich Alkohol und die USA nicht allzu gut vertragen.

Wenn man jedoch öfter nach New York reist – heißt es zumindest – soll man irgendwann wissen, wo man preiswert essen gehen kann. Ich für meinen Teil habe es auch dieses Mal nicht herausgefunden, eher im Gegenteil. Bei meinem ersten Aufenthalt war ich komischerweise mehr auf den Kauf von Kleidung aus – Shopping in NYC eben. Da wir dieses Mal aber des Öfteren die Abende ausklingen lassen wollten, indem wir bei gutem Essen beisammen sitzen, lag der Fokus verstärkt darauf.

NYC

Allein die Anzahl an Lokalen oder Restaurants macht einen fast verrückt, weil man sich einfach nicht entscheiden kann. Die New Yorker selbst kochen nicht so viel, sondern gehen größenteils außerhalb essen oder bestellen sich etwas nach Hause. Das beginnt schon beim Frühstück und spiegelt sich dementsprechend in der Vielzahl der Läden wider. Tagsüber kann man sich in manchen Geschäften leere Plastikschalen nehmen und sich an riesigen Buffets bedienen. Die ausgewählte Menge an Essen zahlt man dann entsprechend an der Kasse und kann ein super Mittagessen genießen. Letztendlich musste ich natürlich einen Burger mit ein paar dürftigen Pommes Frites für insgesamt 13$ essen. Da waren noch keine Getränke einberechnet! Sich dort zu verpflegen hat uns leider Gottes mit am meisten gekostet. Immer daran denken, dass beim Zahlen noch die Steuern draufgeschlagen werden!

Ein weiterer Tagesauflug bahnte sich an und wir nahmen uns Lower Manhattan vor. Im Detail wollten wir die Viertel SoHo, Chinatown und Little Italy erkunden und uns zur Brooklyn Bridge durchschlängeln. Das bedeutete wieder relativ viel Arbeit für unsere Füße. Zuerst ging es für uns vom Hotel zur 50th, rein in die U-Bahn und bis zur Station  „Canal Street“. Die Gegend dort besticht besonders im SoHo durch viele kleine Boutiquen, sehr schöne Häuserfassaden mit den typischen Feuertreppen und -leitern und nicht ganz so hohen Häusern. Recht charmante Gegend also – und dann kommt der fließende Übergang nach Chinatown. Mittlerweile sprechen dort wohl doch einige Anwohner Englisch. Es ist alles nicht mehr ganz so chinesisch wie früher, aber die Überschriften an den Häusern sind noch in den traditionellen Schriftzeichen gehalten und die Anwohner sind wirklich größenteils Asiaten. Es gibt Stände mit frischem Fisch und Obst und die klassischen Geschäfte mit den „üblichen“ Markenartikeln. Ich denke zum chinesischen Neujahrsfest ist es schön anzusehen, wenn die Straßen geschmückt sind. Sonst kann man dort zumindest preiswert essen gehen.

China Town NYC

Als die Gebäude wieder höher wurden näherten wir uns der Brooklyn Bridge, die ziemlich weit in die Stadt hineinführt. Es gibt genau vor dem Zugang eine U-Bahn Station, von der aus man direkt auf die Brücke kommt. Auf der Brooklyn Bridge lang zu laufen ist schon ein tolles Erlebnis. Es ist ein Bauwerk, das schon für New Yorks Zeitrechnung recht alt ist und einfach eine sehr schöne Architektur aufweist und wunderschöne Ausblicke ermöglicht. Generell hat New York City aufgrund der geographischen Lage viele Brücken und es lohnt sich die ein oder andere zu passieren. Ich hatte natürlich die Befürchtung, dass wir über die endlos lange Brücke ewig laufen würden, bis wir Brooklyn erreichen würden, aber es ging ganz fix. Ich sage ja, die Entfernungen sind dort wirklich nicht schlimm. Sicherlich waren wir jeden Abend ziemlich müde und kaputt, aber jeder Spaziergang lohnt sich.

Brooklyn Bridge NYC

In Brooklyn angekommen liefen wir etwas herum. Zu tief nach z.B. Williamsburg wollte ich jetzt auch nicht, ich suchte eher einen Zugang, durch den ich ans Ufer des East River gelangen konnte. Das war nicht so leicht, aber immerhin erreichten wir einen schönen Pier mit herrlichem Blick auf Manhattan. „So, das haben wir schonmal geschafft.“ Wieder war etwas abgehakt.:)

Blick von Brooklyn auf Manhatten NYC

Was nun? Irgendwie war man, egal wie dick man eingepackt war, nach einiger Zeit schon ziemlich durchgefroren. Wir wolllten zurück auf unsere Insel und suchten jetzt eine U-Bahn Station. Irgendwie lagen relativ viele Stationen aber auch wieder zu weit in Brooklyn. Also nahmen wir die erstbeste Subway-Station und entschlossen uns an diesem schönen, sonnigen Tag noch von Brooklyn non-stop hoch bis zum Central Park zu fahren. Warum auch nicht, wir hatten ja Zeit. Der Central Park offenbarte sich zum Abschluss des Tages in seinen schönsten Farben. Auch wenn es recht winterlich war, war er relativ reich an Besuchern. Hier und da joggten ein paar Leute, dann fuhren wieder einige Pferdekutschen an uns vorbei und weiter vorn entdeckten wir noch eine kleine Eislaufbahn. Wirklich ein sehr romantisches Fleckchen umringt von Hochhäusern. Nicht zu vergessen – die Eichhörnchen. Überall, wo es eine Grünfläche und mindestens einen Baum gibt, waren Eichhörnchen. Dicke, graue Eichhörnchen. So endete dann ein weiterer sehr schöner Tag.

Eislaufbahn Central Park NYCEichhörnchen Central Park NYC

So langsam wurde es schwarz auf meiner Liste, da ich immer mehr Sehenswürdigkeiten herausstreichen konnte. Irgendwie hätte ich nicht damit gerechnet, dass wir an einem Tag schon so viel schaffen. Aber das Tolle an der Stadt ist ja, dass es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt!

Ich wollte gerne noch zum Rockefeller Center und zur Grand Central Station. Das lag natürlich wieder einmal herrlich auf einer geraden Strecke von unserem Hotel weg. Wir mussten unsere Straße einfach nur herunterlaufen. Nach den ersten anstrengenden Tagen machte sich allerdings etwas die allgemeine Erschöpfung breit. Langsam nagte die Kälte zusehens an uns und die Füße meldeten sich auch in regelmäßigen Abständen. Die Stadt, die niemals schläft hat uns ganz schön fertig gemacht.

Am Rockefeller Center trafen wir auch auf die Radio City Music Hall und auf eine niedliche Eislauffläche, wo sich die Leute tummelten – klar, es scheint keinen Platz zu geben in der Stadt, der menschenleer ist. Wir liefen etwas zickzack-ähnlich zur Grand Central Station und passierten dabei die berühmte 5th Avenue, die Shoppingmeile für recht luxuriöse und größtenteils preisintensive Markennamen – Michael Kors, Prada und Gucci sind nur ein kleiner Teil davon. An dieser Stelle muss ich aber ehrlich gesagt gestehen, dass mich so etwas Null interessiert. Lieber versuchte ich die Grand Central Station zu erspähen, die auf einer Linie mit dem Chrysler Building liegt. Irgendwie stellten wir uns aber ein wenig an und wuselten etwas orientierungslos durch die Straßen. Dann fanden wir aber endlich einen Nebeneingang zu diesem riesigen Bahnhof.

Radio City Music Hall NYC

Alle Gänge führen in die gigantische Haupthalle, die schon des Öfteren Schauplatz für den ein oder anderen Hollywood-Film war. Die Decke ist mit Sternbildern verziert und im unteren Geschoss findet man einen großen Food Court, wo man alle möglichen Snacks findet.

Grand Central Station NYC

Der weitere Tagesablauf bestand darin die Subway-Linie zu finden, die über die Manhattan Bridge führt. Diese dunkelblau schimmernde Brücke war uns aufgefallen als wir in Brooklyn waren und wir wollten sie unbedingt passieren, um von der U-Bahn aus einen Blick auf den East River zu bekommen. War jetzt nicht so der tolle Einfall! Je nachdem wie schnell die Bahn fährt sieht man durch die Stahlträger recht wenig und wenn dann noch auf der anderen Seite Züge entgegen kommen, sieht man erst recht nicht viel. Nicht so schlimm, dafür spazierten wir noch etwas in Brooklyn umher.

Abends allerdings wagten wir den Aufstieg auf The Top of the Rock (Aussichtsplattform des Rockefeller Centers). Die Sicht war klar und es regente und schneite auch nicht- hurra! Beste Voraussetzungen. Nachts finde ich es sehr schön dort oben, da man von hier aus auch die Sicht auf das beleuchtete Empire State Buildung genießen kann. So weit oben werden einem erst die Ausmaße der Stadt bewusst. Tagsüber vom Empire hatten wir nicht so einen Überblick. Das wird erst durch das Lichtermeer deutlich. Im Januar war die Plattform oben auch angenehm leer und man konnte sich so viel Zeit nehmen, wie man wollte. Wirklich ein ganz toller Tipp! Übrigens auch sehr romantisch 😉 So endete also auch wieder dieser Tag und der letzte bahnte sich an.

NYC Ausblick Top of the Rock NYC

Den letzten wirklichen Tag nutzen wir jetzt doch für einen kleinen Shoppingtrip und auch den Eichhörnchen im Madison Square Park statteten wir noch einen Besuch ab, da wir strahlenden Sonnenschein hatten. Den Rest des schönen Tages spazierten wir am Hudson River entlang und genossen das Wetter.

Sonennschein NYC

Am Abreisetag verbrachten wir übrigens insgesamt 8 Stunden auf dem Flughafen, da wir zum einen sehr früh vom Shuttle Service abgeholt wurden und unser Flug knallharte drei Stunden Verspätung hatte. Ja, es passiert auch Reisebüromitarbeitern! Wir bleiben nicht verschont.

So endete unser New York City Trip und sicherlich werden jetzt Leute sagen „Wieso wart ihr nicht da…?“ oder „Habt ihr das etwa nicht gesehen?“. Wir haben uns für den normalen Standard-Touri-Trip entschieden und waren damit sehr zufrieden. Zudem war es Winter und man muss auch die Eindrücke etwas auf sich wirken lassen und nicht alles mit noch mehr Highlights ersticken. Denn Fakt ist: New York schafft man eh nicht innerhalb eines Aufenthalts. Ich für meinen Teil, habe wieder neue Dinge gesehen und freue mich auf eventuelle erneute Reisen zum Big Apple.

Natürlich gibt es auch die verschiedensten Varianten, falls man nicht „nur“ in New York verweilen möchte. Es gibt USA Bus- sowie Mietwagenrundreisen oder Badeverlängerungen in Florida oder auf den Bahamas. Kreativ kann man hier auf jeden Fall sein, wichtig ist nur, die Entfernungen innerhalb der USA keineswegs zu unterschätzen!

Wenn Fragen bestehen oder ich das Interesse für die USA geweckt haben sollte, könnt Ihr mich gerne anschreiben oder direkt im Büro besuchen. Gerne stehe ich dann Rede und Antwort und verrate, warum ich das ein oder andere Museum ausgelassen habe 😉Empire State Building NYC

 

 
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