Nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung.

von Andrea Sachse | mehr Artikel von | 9. Mai 2016 | Aus den Reisebüros | Ein Kommentar

Nach 2 Tagen in Lissabon, als Vorprogramm ein Muss – die Perle Portugals zu besuchen, die Spannung auf den größten Fünfmastgroßsegler der Welt, die Royal Clipper steigt. Wie kleine Kinder rennen wir am Morgen der Einschiffung zum Hafen „Passageiros Santa Apolonia“. Da liegt sie in der Sonne, die Lady Royal Clipper, dahinter die kleinere Star Flyer. Beschwingt verbringen wir von Vorfreude geprägt, den Tag in Lissabon, Abschied mit dem legendären Kirschschnaps, ohne den man Lissabon nicht verlassen darf. Endlich 16 Uhr, die Einschiffung beginnt, ich war schon auf Kreuzfahrt mit großen imposanten Schiffen auch dort geht es organisiert und schnell aber hier ist es wie im Wohnzimmer, klein, gemütlich, familiär. Mein Herz klopft, behutsam treten wir ein, unglaublich, ich stehe auf dem Segler, schnell sind alle Formalitäten erledigt. Die Crew empfängt uns herzlich, wir werden mit Koffer auf unsere Kabine gebracht, Außenkabine 2 Bullaugen, alles da was das Herz begehrt. Das erste Auslaufen, die Royal Clipper, nie werde ich dieses Geräusch vergessen, das Knarren und der Windzug beim Segel setzen, majestätisch gleiten wir aus Lissabon heraus.
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Unser Segelturn führt uns weiter nach Portimao, Lagos, Tanger, Gibraltar, Motril, bis Málaga, jeder Ausflug führt uns zu Traumzielen, dabei ist unser Segler selbst in jedem Hafen ein Hingucker. Fast immer kann man vom Hafen zu Fuß in die Stadt.
Selbst sportlich kann sich jeder auf dieser kleinen Lady betätigen, Mastklettern steht auf dem Programm, ja, nein, vielleicht.
Ich wage es, die Strickleiter gut gesichert, die Plattform in 22 Meter Höhe erreicht man durch eine Luke, Schritt für Schritt nach oben, Gänsehaut, Puls, ich habe es geschafft. Was für ein Blick unten stehen die Zuschauer im Miniaturformat um das ultimative Foto für uns von uns zu schießen. Ein Highlight jagt das Nächste, wir wollen noch ins Netz am Bug des Schiffes über dem Wasser aber wie legt man sich hin, wir werden in die Technik eingewiesen und dann ist es Genuss pur. Delphine begleiten uns, schwimmen synchron wie Kinder neben uns her, was für ein Erlebnis.

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Eine sensationelle Woche geht zu Ende. Mein Fazit: das Abendkleid kann getrost zu Hause bleiben und wer in gepflegter Lässigkeit, familiär gemütlich in See stechen möchte, ist hier bestens aufgehoben.

Ich werde wieder kommen, irgendwann, irgendwie , irgendwo.

Haben Sie Lust bekommen, setzen Sie Ihre Segel, ich berate Sie gern.

 
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Ein Kommentar

  • Inga Pfeifer sagt:

    Es ist ein Vergnügen den Reisebericht „Nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung“ zu lesen. Der Leser möchte beim nächsten Auslaufen dabei zu sein -> Leinen los!

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