Sölden - Partyspaß & Skivergnügen

von Birgit Mohnkopf | mehr Artikel von | 30. September 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare
Sölden ist ein Eldorado für Winterurlauber. Es ist die größte Gemeinde des Ötztals auf 1.377 m Höhe und eine der bekanntesten Ski- und Snowboardzentrum. Natürlich ist Sölden auch als legendäre Aprés-Ski-Metropole bekannt. Das Ötztal ist 65 km lang und bietet eine Vielzahl an Dreitausendern. Eine grandiose Kulisse. Die berühmten Gletscher Rettenbach und Tiefenbach sind Teil des Skigebietes, welches eine Höhe von 1.377 m bis 3.340 m umfasst.
Das Hausskigebiet ist das Giggijoch-Gaislochkogl. Neben der Partytime auf den Hütten und im Ort, die schon nachmittags beginnt, gibt es auch die ruhige Seite von Sölden. 30 km Winterwanderwege und 15 km Langlaufloipe schenken wieder neue Kraft und Energie.
Im März startet meine erste Ski-Reise. Als blutige Anfängerin bin ich doch schon recht aufgeregt. Ich habe mich für die Kombination von Skifahren und Apré-Ski entschieden und zusammen mit meinem Ehemann und einen befreundeten Paar geht es im März in  die Winterferien. Eine Woche Skifahren lernen und feiern erwartet mich. Die Aufregung steigt.
Bergblick

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Am Anreisetag habe ich mich direkt um die Skiausrüstung wie Schuhe, Skier und Stöcke gekümmert und einen Anfängerkurs gebucht.

Der Kurs beginnt am nächsten Morgen um 10:30 Uhr. Das Erreichen des Startpunktes war schon spannend. Mit Skischuhen gehen und dabei die Skier und Stöcke tragen ist eine Herausforderung. Die Gruppe beim Skikurs war nicht so groß, Ich bin jetzt keine Sportskanone, daher hat mir die fehlende Kondition schon sehr zu schaffen gemacht. Auch das ständige Hinfallen und immer die Letzte am Berg zu sein war mir schon unangenehm.
Beim Skifahren verhält man sich anders als man es aus Reflex machen würde. Um zu bremsen, verlagert man das Gewicht etwas nach vorne, zum Tal hinab. Beim Kurven fahren verlagert man sein Gewicht zum Tal, nicht zum Berg, an dem man sich eigentlich gern festkrallen würde. Das ist doch gegen die Natur!
Meine Motivation am nächsten Tag ließ etwas zu wünschen übrig. Wie sollte ich den 4-tägigen-Kurs überstehen? Im Büro der Skischule habe ich den Skilehrer getroffen und mein Leid geklagt. Ohne Helm und Namensschild habe ich ihn erst gar nicht erkannt. Er bietet mir an bei dem neu startenden Anfängerkurs mitzumachen.
Aussicht Seilbahn

Seilbahnaussicht

Eine gute Idee. Wir waren nur drei Schüler, meine Freundin, ein anderer junger Mann und ich. Der neue Lehrer ist auch super. Natürlich ist es leichter einer kleinen Gruppe die Techniken beizubringen. Ich bin auch wieder gestürzt, aber der ganze Tag verläuft schon besser als der Erste. Es liegt sehr viel an der Konzentration und natürlich kann der Skilehrer auf eine kleine Gruppe besser eingehen. Man muß den Kopf frei haben. Diesen Vorsatz einzuhalten ist nicht immer gelungen, wie sich noch zeigen wird.
Nachmittags folgt der angenehmere Teil. Auf der Hütte spielt tolle Musik, die Sonne scheint und zur Belohnung gibt es leckere Getränke. Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt! Welch eine Gaudi!
Aussicht Seilbahn2

Am nächsten Tag ist etwas bewölkt. Im Endeffekt für mich perfekt. Als Brillenträgerin ist das Tragen einer Skibrille schon nicht so angenehm. Meine Skibrille ist super, aber die Sehhilfe, die ich darunter trage beschlägt oder es sammeln sich Wassertropfen auf den Gläsern.

Mit den Lift geht es den Berg hoch und auf den Skiern wieder runter und das mehrmals! Gestürzt bin ich auch wieder. Um 13 Uhr, endlich Mittagspause! Danach habe ich den Kurs nicht fortgesetzt. Als Sportmuffel kann man keine Wunder erwarten.
Seilbahnaussicht

Seilbahnaussicht

Ich habe bereits an Einzelunterricht gedacht. Diese Überlegung ist nun mal eine Frage des Preises. Der kommende Vorschlag ist jedoch großartig: Meine Freundin und ich haben uns die angebotenen 4 Stunden Einzelunterricht geteilt. Jeder erhält 2 Stunden.
Am nächsten Tag ist es soweit. Mein Einzelunterricht beginnt um 11 Uhr. Das Wetter ist super. Blauer Himmel, die Sonne scheint, ein Traum! Zwar nicht für meine Skibrille, aber da muss ich jetzt durch. Ohne Skibrille geht es gar nicht. Der weiße Schnee wird durch die Sonneneinstrahlung noch heller.
Mit meinen Skilehrer bin ich das Minigiggijoch hochgefahren, danach weiter das Giggijoch hoch. Die Abfahrt hat eine Stunde gedauert. Ich glaube, ein fortgeschrittener Fahrer hätte das viel schneller geschafft. Bis 13 Uhr haben wir mehrmals das Minigiggijoch geschafft. Bin heute auch nur wenig gestürzt und daher sehr stolz auf mich.
Die Pisten werden nach Schwierigkeitsgrad eingeteilt. Blau steht für Anfänger, rot für Fortgeschrittene und schwarz für Profis. Für die blauen Pisten bin ich wohl geeignet! Aufgrund des guten Wetters sind mein Mann, mein Freunde und ich den Gaislochkogl hochgefahren. Dort geniessen wir den wunderschönen Blick und in der IceQ-Bar ein Weizenbier.
Terrasse der IceQ-Bar

Terrasse der IceQ-Bar

Zurück im Ort wird die Partymeile erprobt. Dafür ist Sölden natürlich auch bekannt. Es gibt verschiedene Locationen. Direkt an der Seilbahnstadtion oder viele weitere im Ort. Wir sind nur bis zum Partypilz an der Seilbahnstation gekommen. Es war super lustig mit toller Musik und ausgelassenen Gästen.
Der Skikurs ist mit dem gestrigen Tag geendet. Heute wird das Gelernte umgesetzt! Zuerst geht es zum Giggijoch und dann noch weiter rauf. Nach Verlassen der Seilbahn bin ich schon geschockt. Die Aussicht war phänomenal, aber da soll ich runterfahren…. niemals…. Der Abhang kommt mir recht steil vor. Eine Alternative gibt es nicht. Die Seilbahn führt nur rauf, nicht runter. Mein Mann hat mir gut zugeredet und dann geht es los.
Bergblick

Bergblick

Auf der Piste Nr. 23 läuft es recht gut. Am Ende geht es mit dem Sessellift nach oben und weiter mit der Gondel zum Rettenbachgletscher. Höher sind wir nicht gefahren, da die Sicht nicht gut war. Über die Piste 34 geht es daher wieder runter. Für diese kurze Strecke haben wir zwei Stunden gebraucht, denn ich habe einen super Sturz hingelegt. Ich bin zu schnell unterwegs und verliere die Kontrolle. In meiner Panik lasse ich mich nach hinten fallen. Ein fataler Fehler.
Ich liege rücklings auf meinen Skiern, aber die Abfahrt geht weiter. Auf mein Geschrei möchte ich nicht näher eingehen. Ich bin weiter den Berg runtergerutscht. Nach einer gefühlten Ewigkeit hat ein Seilbahnpfeihler die Talfahrt gestoppt. Verletzt habe ich mich nicht, aber der Schock saß tief. Ein Ski löste sich und rutschte weiter den Berg runter und der andere hängt noch in der Bindung.
Mein Mann hat mich von dem einen Ski befreit und mich beruhigt. Ich weiß nicht, wie lange wir auf dem Hang sitzen. Vielleicht hat das kurze Stück, deshalb so lange gedauert.
Eine große Dankbarkeit empfinde ich gegenüber meinen Mann. Er hat so eine Ruhe ausgestrahlt und mich nicht gedrängt. Für Ihn ist das kein schönes Skifahren, mit so einer „Bremse“ an der Seite.
Kurz vor 13 Uhr erreichen wir die Station am Giggijoch. Dort gibt es dann Belohnungsweizen und Gulaschsuppe. Beides sehr lecker. Wir geniessen die Musik, die Atmosphäre. Die letzte Bahn ins Tal ist meistens recht voll, deshalb fahren wir mit einer frühreren runter ins Tal.
Den aufregenden Tag haben wir in einem sogenannten Partypilz ausklingen lassen. Wir haben sympathische Leute getroffen, tolle Gespräche geführt und natürlich getanzt. Und das mit Skischuhen!
Den letzten Tag verbringe ich nicht auf der Piste. Die anderen Drei sind nach dem Frühstück Ski gefahren. Ich habe es mir auf unserem Zimmer gemütlich gemacht. Fern gesehen und meine geschundenen Knochen gepflegt.
Nachmittags steht ein Ortsrundgang auf dem Programm. Ein paar Mitbringsel, wie leckeren Almkäse und Tiroler Wurst, dürfen nicht fehlen.
Ortsansicht Sölden

Ortsansicht Sölden

Ortsansicht Sölden

Ortsansicht Sölden

Am nächsten Morgen geht es zurück nach Hause. Den letzten Abend haben wir ruhig ausklingen lassen.
Sölden bietet verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Meine Empfehlung ist das Hotel „Tyrolerhof„.
Ich möchte die Erfahrung nicht missen. Skifahren hat schon etwas faszinierendes. Ich bewundere die Fahrer, die so gekonnt leichtfüßig die Pisten runter fahren (nicht die Raser). Die Stimmung beim Apré-Ski, die traumhaften Ausblicke auf die Berge bleiben mir in guter Erinnerung.
 
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