Stippvisite Schweiz

von Kerstin Göpfert-Lohse | mehr Artikel von | 29. Juli 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Um das Bahnland Schweiz besser kennen zu lernen, war ich mit Kollegen 4 Tage lang in der Jungfrau-Region im Berner Oberland und Wallis unterwegs.

Die Anreise erfolgte individuell, ich wählte den CityNightLine ab Dresden und gönnte mit einen Platz im Liegewagenabteil. Da ich einen gesunden Schlaf habe, störten mich Schnarchen oder Ein- und Aussteigen von Mitreisenden nicht. Am Morgen lies ich mich vom Zugbegleiter mit einer heißen Schokolade wecken- lecker! Der Zug war pünktlich , sodass ich in in Basel in den Schnellzug nach Bern umstieg. Dort angekommen, verstaute ich mein Gepäck im Schließfach und widmete mich dem ganz individuellen Teil meiner Reise, der Besichtigung der Landeshauptstadt Bern. Die Geschäfte hatten noch geschlossen. In der grünen Oase Kleine Schanze gegenüber des Hauptbahnhofs erwartete ich die Öffnung der Touristinformation. Ich kaufte ein Ticket für den Altstadtbumel und schon ging es los. Die charmante Berner Stadtführerin erklärte 3-sprachig die Sehenswürdigkeiten Ihrer Stadt. Wir spazierten durch die wunderschöne Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, kamen vorbei an Bundeshaus, Zeitglockenturm, Einsteinhaus, Münster, Rathaus und Bärenpark, wo die 2-stündige Führung endete.

„Sie ist die Schönste, die wir je gesehen haben“ schrieb Johann Wolfgang von Goethe  in einem Brief an seine Freundin Charlotte von Stein, als er sich im Jahre 1779 in Bern aufhielt.

Stadtansichten Bern

Stadtansichten Bern

UNESCO-Weltkulturerbe

UNESCO-Weltkulturerbe

So viele Endrücke – und die richtige Reise beginnt erst noch!

Im Zug nach Interlaken traf ich die ersten Kollegen. Gemeinsam reisten wir ins autofreie Bergdorf Mürren. Mit dem Zug bis Lauterbrunnen, dort Umstieg in die Seilbahn bis Grütschalp, Weiterfahrt bis Mürren mit der Bergbahn.

Mürren ist ein idyllisch gelegenes autofreies Dorf auf 1.650m Höhe. Er ist Ausgangspunkt für Wanderungen und Wintersportort.  Der Blick auf die Bergkette Eiger, Mönch und Jungfrau ist fantastisch. Beim Rundgang durch den Ort haben wir die Absprungstelle für Gleitschirmflieger gesehen.

Autofreier Ort Mürren

Autofreier Ort Mürren

Heute geht es mit der Jungfraubahn zum Top of Europe.

Die Wengernalpbahn ist die längste durchgehende Zahnradbahn der Welt. Mit der geht es von Lauterbrunnen bis zur Station Kleine Scheidegg, die 2.061m ü. M. liegt. Dann wird in die Jungfraubahn umgestiegen. Wir fahren von Kleine Scheidegg über Eigergletscher, Nordwand, Eismeer zum Jungfraujoch , dem mit 3.454m  höchstgelegenen Bahnhof Europas. An allen Stationen kann man zum Fotografieren aussteigen.

Bahnfans aufgepasst! Das absolute Highlight ist eine Führerstandsfahrt, immer samstags. Hier kann man sich anmelden.

 

Auf dem Weg zum Jungfraujoch, dem Top of Europe

Auf dem Weg zum Jungfraujoch, dem Top of Europe

Wir besichtigten den Eispalast mit verschiedensten Figuren aus blankem Eis. Es war sehr unterhaltsam zu sehen, was die Eiskünstler alles gezaubert haben. Aber wir wollten ja weiter zum Top of Europe!

Endstation

Endstation

Endlich: Wir waren auf dem Gipfel und der Nebel verzog sich. Die Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau war wunderbar! Man konnte sich nicht satt sehen… Der flächenmässig größte und längste Gletscher der Alpen, der  Aletsch beginnt ebenfalls hier. Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Schwarzwald bis in die Vogesen.

Herrliche Aussichten

Herrliche Aussichten

Nachdem wir die Aussichten ausgiebig genossen hatten, stärkten wir uns bei einem kleinen Imbiss im Restaurant. Mit der Bahn ging es zurück über Kleine Scheidegg nach Grindelwald. Bei einem Ortsrundgang durch den romantischen Ort besichtigten wir u. a. das Sportzentrum mit Eishalle und Indoor Seilpark unterm Hallendach.

Auf dem Schilthorn

Auf dem Schilthorn

Der letzte sehr ereignisreiche Tag begann mit der Seilbahnfahrt von Mürren auf das Schilthorn, dem 2.970m hohen Gipfel der Berner Voralpen. Berühmt wurde der Berg wegen der Dreharbeiten für den James-Bond-Film „Im Namen seiner Majestät“. Im 360 Grad Panorama-Restaurant frühstückten wir ausgiebig, anschließend berauschten wir uns nochmals an der Panoramaaussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Man hätte auch die interaktive James-Bond-Ausstellung besichtigen können.

Mit der Schilthornbahn ging es abwärts zur Talstation Stechelberg mit Blick auf die Trümmelbachwasserfälle..

Mit der Schilthornbahn ins Tal zurück

Mit der Schilthornbahn ins Tal zurück

Dort erwartet uns bereits Wanderführer Hans, ein rüstiger Rentner. Er begutachtete unser Schuhwerk, befand fast alles für gut und dann ging es los. Der Weg führte leicht bergauf, vorbei an einem reißenden Gebirgsflüsschen, über grüne Almen, wo die Kühe weideten, durch duftende Nadelwälder.

Wir rasteten an einem Wasserfall und einem Hirtenunterstand. Das klare Quellwasser erfrischte uns hervorragend.

Wanderung zum Kerzenhotel

Wanderung zum Kerzenhotel

Nach  ca. 5 Stunden gemütlicher Wanderung erreichten wir das Kerzenhotel.

Strom gibt es im Berghotel Obersteinberg keinen – Kerzen zaubern aber eine romantische Stimmung. Auch fliessendes Wasser sucht man vergebens. Wir haben uns im Schlafsaal eingerichtet,  das leckere Abendessen im Restaurant bei Kerzenschein genossen und den Abend dort gemütlich ausklingen lassen.

Rast- Ziel geschafft

Rast- Ziel geschafft

Nach Katzenwäsche und Frühstück ging es am nächsten Morgen bergab, zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, dem Parkplatz  Stechelberg. Unser untergestelltes Gepäck wartete bereits auf uns. Mit dem  Linienbus fuhren wir zum Bahnhof Lautenbrunnen, steigen um in den Zug nach Interlaken. Dort trennte sich die Gruppe und jeder reiste individuell, voll beladen mit den vielfältigsten Eindrücken, nach Hause.

Dieser schöne Abschluss der Reise zeigte noch mal ein gut vernetztes, aufeinander abgestimmtes System der öffentlichen Verkehrsmittel, eine wahre Freude für Freunde des ÖPNV.

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