Südtirol – Trentino – Gardasee im Juni 2016

von Annette Webelsiep | mehr Artikel von | 15. September 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Südtirol – Trentino – Gardasee im Juni 2016

Beeindruckende Bergwelt

Beeindruckende Bergwelt

 

Im Juni 2016 brachen wir zu unserem Kurzurlaub nach Südtirol auf. Eine Urlaubsregion, die wir bis jetzt noch nicht besucht hatten, auf die wir aber sehr neugierig waren. Vorab sei gesagt: unsere Erwartungen sind weit übertroffen worden. Nach langer Anreise über München, Brenner und durch das sehr schöne Eisacktal, öffnete sich weit das Etschtal mit Bozen vor uns. Ein wunderbarer Anblick. Auf unserer Weiterfahrt sahen wir beidseitig der Straße unzählige Weinfelder und Apfelplantagen.

Ab Ora/Auer schraubte sich in Serpentinen die Strasse ins Fleimstal hinauf. Immer wieder konnten wir einen großen Teil des breiten und langen Etschtales überschauen und sogar einen Blick auf den Kalterer See werfen. Nach 26 km ab Auer hatten wir unser Ziel erreicht.

Cavalese im Fleimstal/Val di Fiemme

Als Standorthotel für unsere Ausflüge hatten wir uns das Hotel Bellavista in Cavalese reserviert. Ein 4 Sterne Hotel, mit gemütlichen im alpenländischen Stil eingerichteten Zimmern, in zentraler Lage, mit einer sehr großzügigen Außenterrasse und ausgezeichneter regionaler Küche. Als Verpflegungsleistung bietet das Hotel Halbpension an. Ich empfehle Ihnen ein Superiorzimmer mit Balkon, weil Sie von dort einen tollen Blick auf die Berge und in den Ort haben. Die Nebenkosten/Getränkepreise im Hotel sind übrigens sehr moderat.

Hotel Bellavista in Cavalese

Hotel Bellavista in Cavalese

 

Nach einem ausgezeichneten Frühstück machten wir uns auf zu einer leichten Wanderung, die uns vom Hotel empfohlen wurde. Zunächst fuhren wir mit unserem Pkw hoch zum Lavazepass auf 1750 m. Von dort hatten wir einen herrlichen Blick auf die Marmolata und den Rosengarten. Weiter ging unsere Wanderung über die Auerleger Alm bis zum Jochgrimm. Da bis hierhin doch einige Steigungen zu bewältigen waren, kamen wir als ungeübte Wanderer ganz schön aus der Puste. Ab Jochgrimm führte nun ein ebener, breiter Wanderweg zur Gurndisalm. Sie sollten dort unbedingt die Spezialität „Strauben mit Preißelbeerkompott“ probieren, eine bekannte südtiroler Süßspeise. Schmeckt sehr gut! Nach einigen Stunden auf der herrlich gelegenen Alm sind wir zurück zum Jochgrimm, und mit dem Bus wieder zum Lavazepass, weil dort unser Auto stand.

Gurndisalm

Gurndisalm

Am späten Nachmittag schauten wir uns bei einem kleinen Rundgang Cavalese an. Cavalese ist der Hauptort und Verwaltungssitz des Fleimstales. Wir bummelten durch das historische Zentrum. Hier finden Sie zahlreiche Häuser, die mit Fresken geschmückt sind, wie auch der ehemalige Bischofssitz, der nun Verwaltungssitz ist. Der Ort hat gleichermaßen Südtiroler und italienisches Flair.

Cavalese im Fleimstal

Cavalese im Fleimstal

Legen Sie eine kurze Pause in der Aspen Bar, mit kleiner sonniger Außenterrasse, ein und genießen Sie. Die Bar befindet sich im Zentrum gegenüber des Verwaltungssitzes und des Kirchturmes. Zu unseren Getränken wurde uns kostenlos eine kleine Platte mit Salami, Brot und Chips gereicht. Was braucht man mehr? In Cavalese können Sie Winter- und Sommerurlaube verbringen. Im Sommer vermittelt das Hotel Wandertouren mit Bergführer. Teilweise werden die Touren von der Hoteldirektorin, die auch Bergführerin ist, begleitet. Für Winterurlauber fährt der Skibus direkt ab Hotel.

Dolomitenrundfahrt und Bozen

An unserem zweiten Tag fuhren wir zunächst bis Canazei im oberen Fassatal. Ein sehr gut besuchter Ort mit zahlreichen Hotels. Der Ort bietet ein atemberaubendes Panorama auf die umliegenden Täler und Berge. Es ist mehr als berechtigt, dass die Dolomiten zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Unbedingt sehenswert! Der Wanderer findet hier im Sommer zahlreiche Wanderwege in der Sella, am Langkofel und der Marmolata. Für Winterurlauber gibt es ein großes Skizentrum mit 4 verschiedenen Gebieten, die vom Dorf leicht und schnell erreichbar sind.

Canazei im Fassatal

Canazei im Fassatal

Von Canazei ging es zunächst hoch hinauf zum Sellajoch. Ein 2240 m hoch gelegener italienischer Alpenpass in den Dolomiten. Das Sellajoch verbindet Canazei im Fassatal im Trentino mit Wolkenstein im Grödnertal in Südtirol. Am Sellajoch sollten Sie unbedingt eine Pause einlegen, um den grandiosen Ausblick auf die umliegenden Berge zu genießen. Der Pass wird übrigens von zahlreichen Motorradfahrern befahren, wie viele Serpentinenstraßen in den Dolomiten. Ein El Dorado für Biker, aber auch für Radfahrer!

Blick vom Sellajoch auf Canazei

Blick vom Sellajoch auf Canazei

Im Grödnertal angekommen durchfuhren wir zunächst Wolkenstein und St. Christina bis nach St. Ulrich, wo wir eine Pause einlegten. Ein Ort schöner, als der andere. In St. Ulrich bummelten wir durch den malerischen Ortskern. Viele Cafes laden zum Verweilen ein. Auch hier sind viele Häuser mit Fresken geschmückt. Das Dorf umgibt eine magische Bergwelt. Von St. Ulrich aus können Sie mit der Gondel zur Seiser Alm auf 2000 m Höhe fahren, es ist das weitläufigste Hochplateau Europas. Ein einzigartiger Ausgangspunkt für kleine Spaziergänge, weitläufige Wanderungen oder einfach nur als Raststätte um die Aussicht zu genießen. Da die Wanderwege dort oben größtenteils eben sein sollen, ist die Seiser Alm auch für ungeübte Wanderer, eine gute Möglichkeit die Bergwelt zu erkunden. Ein wichtiger Bestandteil der Tradition in St. Ulrich ist auch die Holzschnitzerei. Sie finden zur Weihnachtszeit diese Holzschnitzer aus dem Grödnertal auf dem Weihnachtsmarkt im Centro Oberhausen im Bereich Bergweihnacht.

St. Ulrich im Grödnertal

St. Ulrich im Grödnertal

Am Nachmittag erreichten wir Bozen. Von unserem Ausgangspunkt, dem Waltherplatz mit dem Denkmal des Minnesängers Walther von der Vogelweide, bummelten wir zum Obstmarkt. Ein bunter Markt mit Obstständen und Köstlichkeiten aus der Region. Ich erstand verschiedene Marmeladen von kleinen Anbietern. Das Obst ist hier in Südtirol viel teuer als bei uns. Wir schlenderten weiter zum Franziskanerkloster mit romantischem Innenhof und am Archäologischen Museum vorbei. Dort liegt Ötzi, der Mann aus dem Eis. Anschließend gingen wir durch die berühmten Laubengänge, an ansprechenden Geschäften entlang. Es soll die bekannteste Einkaufsmeile des Landes sein. Am Waltherplatz suchten wir uns ein schönes Cafe und genossen den Blick auf prächtige Stadthäuser, Cafes und den Bozener Dom. Ein wunderbarer Platz zum Leute gucken. Die Pause hatten wir auch dringend nötig. Die Temperaturen lagen bei 30-40 Grad. Diese Hitze sollte uns während unsere gesamten Reise begleiten.

Waltherplatz in Bozen

Waltherplatz in Bozen

Auf unserem Rückweg nach Cavalese fuhren wir über Kaltern. Der gleichnamige See hat im Sommer bis zu 28 Grad und ist der wärmste See der Alpen. Hier befindet man sich in einer Weinregion, wo ausschließlich die Vernatscher Traube angebaut wird. Allein die Fahrt dorthin ist schon ein Genuss. Sie führt an unzähligen Apfel- und Weinplantagen vorbei.

Weinplantagen

Weinplantagen

Trento

Eine Stunde von Cavalese entfernt liegt Trient/Trento. Die Hauptstadt des Trentino. Eine Stadt mit alpenländischem und italienischem Flair. Wir bummelten durch schmale Gässchen, an reich verzierten Palazzi vorbei bis zum Domplatz. An diesem Tag war Markt, der hauptsächlich Kleidung anbot, und auf dem Domplatz selbst, wo sich auch der Neptunbrunnen befindet, war Blumenmarkt. Wir nahmen am Traditionscafe – Cafe Italia platz und schauten mit einem kühlen Getränk in der Hand, träge dem Treiben zu. Unser Blick ging über den Neptunbrunnen hinweg auf die Berge. Ach hatten wir es doch gut!!

Trient/Trento

Trient/Trento

Auf dem Rückweg machten wir noch an einem Weingut halt. Nach der Führung wurden uns zu köstlichen Schinken- und Käsespezialitäten diverse Rot- und Weißweine zum Probieren gereicht. Als Erinnerung an diesen tollen Tag, haben wir einige Flaschen Wein erstanden.

Aus diesen Trauben wird mal köstlicher Wein!

Aus diesen Trauben wird mal köstlicher Wein!

Gardasee

Wir brachen früh auf, weil wir den Tag am Gardasee verbringen wollten. Wir freuten uns schon sehr auf den Tag, denn auch hier waren wir noch nie. Oberhalb des Gardasees, ist ein großer Parkplatz, legen Sie dort unbedingt einen kurzen Stopp ein, und genießen Sie den Blick auf den See und auf Torbole.

Blick auf Torbole/Gardasee

Blick auf Torbole/Gardasee

Zunächst schauten wir uns Riva del Garda an. Einen mondänen Urlaubsort, und den zweitgrößten Ort am See. Auch hier vermischt sich italienisches und tiroler Flair. Besonders beliebt ist der Ort bei Surfern und Seglern aufgrund der zuverlässigen Winde. Wir bummelten entlang der sehr schön angelegten Seepromenade.

Seepromenade Riva del Garda

Seepromenade Riva del Garda

Es waren schon erstaunlich viele Badegäste da, die sich im Wasser tummelten. Angrenzend an den steinigen Strand findet man Rasenflächen. Aufgrund der starken Hitze waren die Plätze unter schattenspendenden Bäumen besonders begehrt. Auf dem Rückweg zu unserem Auto legten wir noch in einem Lokal mit Seeterrasse einen Stopp ein und genossen den Ausblick auf den See und die umliegenden Berge.

Unsere Fahrt führte uns weiter nach Limone. Ein malerischer Ort, am Westufer des Gardasees, umgeben von steilen Felsen, mit ausgesprochen schöner Promenade. In der autofreien direkt am See gelegenen Altstadt laden zahlreiche Cafes, Bars und Restaurants zum Verweilen ein. Unser Bummel führte uns durch idyllische Gassen und an Boutiquen und Souvenirgeschäften vorbei. Der Ort ist sehr gepflegt und überall üppig mit Blumen bepflanzt. Das angenehme mediterrane Klima lockt viele Besucher hierher. Sehenswert sind die alten Zitronengärten, direkt am See gelegen, wovon einer gegen ein kleines Entgelt für Besucher geöffnet ist. Zufällig hatten wir kurz vor unserer Reise genau darüber einen Bericht im TV gesehen.

Blick auf Limone

Blick auf Limone

Verschiedene Boote fahren in das gegenüberliegende Malcesine. Für die Hin- und Rückfahrt zahlten wir p.P. 9,00 Euro. Die Überfahrt dauerte ca. 15 Minuten und der Fahrtwind war wegen der großen Hitze mehr als angenehm. Sie sollten unbedingt einen Blick zurück auf auf Limone werfen.

Malcesine mit der Skaligerburg ist vom Wasser aus besonders gut zu fotografieren. Vom Schiff aus, sehen Sie auch die Seilbahn, die zum Monte Baldo hinaufführt. Nach dem Anlegen bummelten wir durch die schmalen Gassen der Altstadt. Auch hier findet man kleine Plätze, Boutiquen und Souvenirgeschäfte. Sehr schön gelegen ist der kleine Hafen umrahmt von netten Cafes. Auch wir legten hier eine Pause ein, und genossen das mediterrane Flair, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Von Malcesine aus führt eine Panoramaseilbahn hinauf auf den Monte Baldo. Das Einzigartige an dieser Seilbahn ist, dass sie sich während der Fahrt um 360 Grad dreht. Der Monte Baldo gilt aufgrund seiner zahlreichen Pflanzensorten als „Garten Europas“. Auf dem Gipfel soll es eine herrliche Terrasse, mit Blick auf den See, geben. Von hier aus kann man zahlreiche Ausflüge zu Almen und Berghütten unternehmen.

Malcsine mit Skaliger Burg

Malcsine mit Skaliger Burg

Lago di Molveno in den Brenta-Dolomiten

Unser heutiger Ausflug sollte uns nach Molveno, am gleichnamigen See und zu Füßen der Brenta-Dolomiten, führen. Wir hatten zuvor noch nie von dem See gehört. Er wurde uns als besonders malerisch beschrieben, weil sich in der intensiven Blaufärbung des klaren Wassers, die Gipfel der Berge widerspiegeln sollen. Man hatte uns nicht zu viel versprochen. Schon von Weitem erblickten wir den Ort, umgeben von Bergen, Wäldern und Wiesen. Molveno soll einer der schönsten Urlaubsorte im Trentino sein.

Molveno

Molveno

Direkt am See befindet sich ein langer, heller steiniger Strand, der in Liegewiese/Strandbad übergeht. So etwas hatten wir an einem Bergsee nicht erwartet. Viele Badegäste erfrischten sich im See. Auch wir nahmen ein Fußbad in dem gar nicht kalten Wasser. Ansonsten ein sehr gepflegter Urlaubsort. Vom Ortszentrum führt eine Kabinenbahn direkt auf eine Hochebene (1400m). Hier beginnen viele Wanderwege und Klettersteige.

Lago di Molveno

Lago di Molveno

In einem kleinen Geschäft besorgten wir uns regionale Köstlichkeiten wie Schinken, Käse, Brot, einen leichten Wein, und picknickten direkt am See vor einer traumhaft schönen Kulisse. Ein herrlicher Abschluss dieses wundervollen Tages und unseres Kurzurlaubes!.

Regionale Köstlichkeiten

Regionale Köstlichkeiten

Fazit: Eine beeindruckende Reise in diese Region, die unsere Erwartungen weit übertroffen hat. Landschaften und Orte, die wir uns so schön nicht vorgestellt haben, und die wir unbedingt intensiver kennenlernen möchten.

 
Share on Google+0Share on Facebook0Tweet about this on TwitterPin on Pinterest0Email this to someone
Thomas Cook Reisebüro Gelsenkirchen
Wir sind in Gelsenkirchen Buer Ihr kompetenter Ansprechpartner wenn es um die schönsten Wochen des Jahres geht. Bei uns finden Sie "Urlaub zum Verlieben" und "Service mit Herz" !
Thomas Cook Reisebüro Gelsenkirchen

Neueste Beiträge von Thomas Cook Reisebüro Gelsenkirchen (Mehr anzeigen)

Thomas Cook Reisebüro Gelsenkirchen

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Optimization WordPress Plugins & Solutions by W3 EDGE