Tango, Samba und das Meer

von Andrea Sachse | mehr Artikel von | 25. November 2014 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Es geht los! Pünktlich startet die Lufthansa ihren und unseren Flug auf die Südhalbkugel nach Buenos Aires am Rio de la Plata. In der Reihe 57 sitzt es sich gut. Der Vogel humpelt zur Startrampe und dann werden wir von der Kraft einer Tonne Kerosin über die Wolken gehievt. Der Service ist gut- nur die Temperaturen lassen zu wünschen übrig, auch die graue Schmusedecke spendet nur bedingt Wärme. „Bergfest“, die ersten fünf Stunden sind um und dann heißt es fertig machen zum Landeanflug.

Der Bus steht bereit, die Einreiseformalitäten waren völlig unkompliziert, wir werden von unserer Reiseleiterin begrüßt. „Wir sind nur zu zweit“, „Super“. „Wo kommt ihr her?“, „Chemnitz“, „Oh, meine Großmutter ist in Olbernhau geboren“, erzählt sie uns und dasa sie ihr erspartes in Euro anlegt. Interessant, so denkt man im Ausland über unsere Währung. Wir verabschieden uns bis Morgen und dann werden auch wir kommunikativer  sein. Essen, duschen, schlafen- herrlich!

Tango Tänzer Buenos Aires

Stadtrundfahrt. Buenos Aires, Stadt des Tango. Vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Casa Rosada, dem Präsidentenpalast, Plaza de Mayo mit Cabildo, La Boca, die originellen Häuser wurden aus Blech abgewrackter Schiffe gebaut und mit Schiffslack bunt bemalt. Balsam für unsere aus dem November Deutschlands getrübten Augen, alles blüht, angenehme 20° C – man kann einen Dienstag schlechter verbringen. Foto vor dem Balkon von Eva Duarte de Perón, auch das Grab von „Evita“ besuchen wir. Bei einem leckeren Abendessen und einer Flasche argentinischem Wein verfolgen wir eine Tango-Show und lauschen melancholischer Tanzmusik, ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende.

Heute begeben wir uns per Fähre in die schönste Kleinstadt des südlichen Südamerikas nach Colonia de Sacramento (Uruguay). Müsste ich Europa verlassen wäre dies meine Wahlheimat. Hier scheint die Zeit in den hübschen Gassen stehen geblieben zu sein, die Kinder tragen Schuluniformen und sehen überhaupt nicht traurig aus, die Stadtführerin präsentiert stolz das Bleistiftmuseum, Künstler und gepflegte Oldtimer prägen das Stadtbild.

Oldtimer Colonia de Sacramento

Wir können Argentinien nicht verlassen, ohne den Gauchos einen Besuch abzustatten und die köstlichen Steaks zu probieren. Der Grill hat eine Länge von 5 Metern, unweigerlich läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Die Gauchos zeigen sich tatsächlich unbeugsam, von Wind und Wetter gegerbt und führen stolz ihre Kunststücke auf dem Pferd und am Grill vor.

5-Meter-Grill Gauchos Argentinien

Abschied, weine nicht um mich Argentina…

Iguazu Wasserfall Argentinien

Auf geht’s! Flug nach Puerto Iguazú, Wanderung auf der argentinischen Seite der Iguazú -Fälle. Schon auf dem Weg zum „Großen Wasser“ fotografieren wir was das Zeug hält, aber was dann kommt ist unbeschreiblich: Bis zu 6500 Kubikmeter Wasser stürzen hier mit Höllenlärm mehr als 70 m in die Tiefe, jeder andere Wasserfall kann jetzt für mich nur noch ein Rinnsal sein. Per Schlauchboot kann man die Wasserfälle hautnah erleben, dies tun wir todesmutig und kommen patschnass aber lebend zurück. Auch die brasilianische Seite kann sich sehen lassen, von hier aus hat man das Panorama und die kleinen putzigen Nasenbären machen Männchen und betteln uns herzzerreißend – und mit Erfolg – an.

Rio wir kommen! Natürlich färbt sich der Himmel lila, schweres Gewitter zieht auf. Von meiner Flugangst abgelenkt gehe ich zur Schirmausgabe am Flughafen Foz Do Iguazú, um trockenen Fußes in die Maschine nach Rio zu gelangen. Sensationell dann wieder der Landeanflug auf Rio. Die Stadt liegt uns zu Füßen und kurze Zeit später sitzen wir auf der Dachterrasse unseres Hotels und genießen ein kühles Blondes mit Blick zur Copacabana, wie geht es uns gut!

Rio de Janeiro, Brasilien Gondelfahrt Zuckerhut

Rio, wunderbare Samba-Stadt. Stadtrundfahrt mit anschließender Seilbahnfahrt zum Zuckerhut. Unweigerlich denke ich an den Beißer in James Bond, alles geht gut die zerbissene Gondel steht oben,unsere hält hoch und runter stand. Mit der Metro fahren wir preiswert und schnell am Nachmittag in Rios Altstadt, die läßt sich bequem zu Fuß erschließen.

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Letzter Tag, unser Ziel: per Zahnradbahn geht’s zu ihm, Corcovado (der Bucklige), die 38 m hohe Christusstatue. In der Bahn erleben wir hautnah die Lebensfreude der Brasilianer. Spontan zetteln die Kontrolleure ein Tänzchen an und bis eben war auch Christus noch im Nebel, doch so ganz langsam taucht er auf und schlüpft in Zeitlupe aus seiner nebulösen Umgebung. Unweigerlich bekomme ich Gänsehaut. Eine Fahrt mit Rios uralter Trambahn „Bondinho“ ins Künstlerviertel Santa Teresa muss noch sein, bevor wir an der Copacabana flanieren. Etwas wehmütig, Abschied liegt in der Luft, ein Caipirinha spendet Trost. Die ersten vier Stunden des Rückfluges fragst Du Dich immer, warum Du schon zurück musst. Wie hoch, wie schnell, ist doch egal, der Vogel donnert unaufhaltsam unserem Ziel Heimat entgegen…

Brasilien, ich komme wieder und wenn auch Sie Lust darauf haben, sprechen Sie mich gerne an oder besuchen Sie mich in unserem Reisebüro.

 
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