Teneriffa – Ein ganzer Kontinent auf einer Insel

von Katja Müller | mehr Artikel von | 3. März 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Lorbeerwälder, Mondlandschaften, 600m hohe Steilwände und eine faszinierende Pflanzenwelt, all das und vieles mehr bietet die Insel mit dem schneebedeckten Teide, dem höchsten Berg Spaniens.

Für mich ist Teneriffa jedes mal eine Reise wert und ich entdecke immer wieder etwas Neues.

Mein Highlight war dieses Mal die Wanderung durch die Masca-Schlucht im Westen der Insel. Mein persönlicher Tipp ist es die Schlucht aufwärts zu wandern. Da es keine festen Wanderwege gibt ist festes Schuhwerk erforderlich.

Wir sind zum Hafen von Los Gigantes gefahren und anschließend mit einem Boot an der atemberaubenden Steilküste entlang geschippert. Die Ausflugsschiffe, die uns entgegen kamen, sahen vor dieser steil ins Meer abfallenden Steinwand wie Spielzeugboote aus. Nachdem uns das Boot an dem Eingang der Schlucht abgesetzt hat, ging das Abenteuer los! Uns erwartet eine unbeschreibliche Natur. Hohe Felswände, ein kleiner Flusslauf und eine grüne Vegetation begleitet uns die gesamten 6 km Bergauf. Der Weg wurde durch kleine Steinpyramiden gekennzeichnet und da uns kaum Menschen entgegenkamen fühlten wir uns wie auf einer Entdecker-Tour. Nach ca. 4 Stunden und 600 Höhenmeter erreichten wir erschöpft, aber glücklich den kleinen Ort Masca, von wo aus uns ein Bus wieder nach Los Gigantes zu unserem Mietwagen brachte.

Wanderung durch die Masca-Schlucht

Wanderung durch die Masca-Schlucht

Nach diesem sportlichen Tag spürten wir den Aufstieg in unseren Beinen, deshalb schnappten wir uns für das nächste Erlebnis unseren Mietwagen und fuhren vorbei an Santa Cruz in das Anaga Gebirge im Nordosten der Insel. Empfehlenswert ist ein Stop in der Inselhauptstadt Santa Cruz. Sie lädt zum Bummeln in den engen Gassen und einer Kaffeepause in den zahlreichen Cafes ein.

Wer Lust auf einen Badestop hat, kommt am wunderschönen feinsandigen Strand Las Teresitas ganz auf seine Kosten. Dieser Strand wurde mit 4 Millionen Sandsäcken goldgelben Saharasands aufgeschüttet.

Unsere weitere Reise führte uns Richtung Taganaga. Die Straße schlängelte sich durch die beeindruckende Berglandschaft des Anaga Gebirges vorbei an Lorbeer, Ginster und Erika. Um so höher wir kamen, teilweise hatte die Straße eine 16% ige Steigung, umso mehr konnten wir den „Tanz der Wolken“ beobachten. Die Wolken wurden durch den Wind den Berg hinauf gewirbelt. Es war ein atemberaubendes Schauspiel. Nachdem wir den Bergkamm überwunden haben und die Serpentinen sich wieder in Richtung Meer schlängelten kamen wir in den verschlafenen Ort Almaciga bei Taganaga.
Mein Tipp für eine grandiose landestypische Küche ist das Restaurante Roques de Anaga. Hier kann man mit Blick auf den Atlantik den frisch gefangenen Fisch verspeisen.

Nationalpark Las Canadas

Nationalpark Las Canadas

Ein absolutes Muss ist der Teide National Park Las Canadas. Er lädt viele Besucher zu Wanderungen ein. Es ist aber auch möglich z.B. mit dem Mietwagen den Nationalpark zu besuchen und zu erkunden. Es ist immer wieder beeindruckend, wenn man den Kraterrand überquert und sich plötzlich in einer Mondlandschaft mit skurrilen Felsformationen befindet. Der Nationalpark war schon oft Drehort für verschieden Science-Fiction Filme. Das Besucherzentrum gibt Ihnen einen perfekten Eindruck über das gesamte Gebiet und den „schlafenden Vulkan“ Pico del Teide. Empfehlenswert ist eine kleine Wanderung von 3,5 km rund um die Roques de Garcia. Bei dieser Tour hatten wir einen bleibenden Eindruck über den Nationalpark bekommen. Der letzte Vulkanausbruch war 1909, aber es fühlte sich an, als wäre es gestern gewesen. Die berühmte Felsformation „Der Finger Gottes“ ist gefühlt die meist fotografierte Stelle, da man von dort aus einen wunderschönen Blick auf den Pico del Teide hat.

Meine Insider-Tipps für ausgefallene Bars

Südlich von Los Cristianos liegt diese wunderschöne Chill out Bar direkt am Meer mit einem atemberaubenden Blick auf Los Cristianos. In dieser Bar können Sie einfach am Tag entspannen, abends bei verschiedenen Events das Tanzbein schwingen oder Beach Volleyball auf feinem Sand spielen.

Bahia Beach-Hippie Bar

Bahia Beach-Hippie Bar

  • El Risco Bar
Hippie-Bar El Risco

Hippie-Bar El Risco

Diese unscheinbare Hippie Bar liegt im Nordosten von Teneriffa. Eine schmale Straße führt in den Ort San Jose de los Llanos wo die El Risco Bar von Schweizer-Auswanderern betrieben wird. Sie können dort einen landestypischen Wein, kleine selbstgemachte Tapas und frisch gebackenes Brot in einer lockeren Atmosphäre genießen. Auch kleine Konzerte und Veranstaltungen laden zum ungezwungenen Miteinander ein.

Mein Hoteltipp

Für die gehobene Hotelklasse empfehle ich das Iberostar Anthelia an der Costa Adeje. Hier finden Sie eine erstklassige Küche und einen grandiosen Service in einer weitläufigen Hotelanlage mit einen sehr gepflegten Garten. Der Sandstrand Playa de Fanabe liegt dem Hotel direkt zu Füssen.

 
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