Teneriffa - eine Insel für jeden Urlaubstyp

von Daniel Birkenbach | mehr Artikel von | 4. Mai 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Als wir für uns und unseren kleinen Sohn den Sommerurlaub planten, waren wir relativ offen, was das Reiseziel angeht. Es sollte ein Familienurlaub für eine Woche sein, der schöne Bademöglichkeiten am Meer und eine hochwertige Strandhotellerie mit ausreichend Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten jeglicher Art kombiniert. Nach ausführlicher Recherche fiel unsere Wahl auf die Kanareninsel Teneriffa. Da hierbei diese Kriterien voll erfüllt sind, die Flugzeit nur etwa 4 Stunden beträgt und man sich danach in wirklich sehr angenehmen Sommertemperaturen mit einer fast ganzjährigen Sonnengarantie wieder findet, erschienen uns die Kanaren, insbesondere Teneriffa als das perfekte Ziel.

So flogen wir im August mit der Condor von Frankfurt/Main nach Teneriffa Süd. Da wir unseren einjährigen Sohn mit dabei hatten entschieden wir uns dazu, für den Hin- und den Rückflug Mutter-Kind Plätze in der ersten Reihe (mit dementsprechend mehr Beinfreiheit) zu reservieren. Dies würde ich wirklich jedem, der mit kleinen Kindern reist empfehlen. So verging die Anreise wirklich „wie im Flug“.

Schon im Landeanflug erschloss sich uns das grobe Landschaftsbild des schönen Südteils der Insel. Einladende Sandbuchten an der Küste, dahinter die Urlaubsorte mit ihren großen Hotels und Resorts, gleichzeitig kleine, abgelegene Dörfer im zunehmend gebirgigeren Hinterland und schließlich den alles überragenden Pico del Teide – Spaniens höchster Berg als Scheidepunkt der Insel. An dieser Stelle wurde uns klar, dass diese Insel tatsächlich weit mehr zu bieten scheint, als zahlreiche Badeorte, karge Felslandschaften und Ödland. Auch was das Wetter anging, hatten zahlreiche Erzählungen, Reiseführer und Berichte nicht zu viel versprochen. Die gerade aufgegangene Sonne schien, es war nicht ein einziges Wölkchen zu sehen und als nach der Landung die Stimme des Piloten in der Kabine ertönte um uns auf Teneriffa herzlich willkommen zu heißen und uns mitteilte, dass es jetzt am frühen Morgen bereits 20 Grad Celcius hier sind, wussten wir es – wir waren scheinbar in „unserem perfekten Urlaub“ angekommen.

Teide-Weitblick

Nachdem wir so „perfekt“ im Urlaub angekommen waren, unser Gepäck bei uns hatten und die Einreisekontrolle passiert hatten, holten wir zuerst unseren Mietwagen an der Flughafenstation ab. Diesen hatten wir bereits in Deutschland inkl. Kindersitz und Navigationsgerät vorgebucht, um möglichst flexibel vor Ort zu sein und die Insel in all ihren Facetten erleben zu können. Wie sich im Laufe des Urlaubs herausstellen sollte, war dies auch eine sehr lohnende Idee.

Als Unterkunft für die Woche hatten wir uns für das fünf Sterne Hotel „Iberostar Gran Anthelia“ direkt an der Playa de Fanabe entschieden und ich muss schon sagen: das Hotel ist ein Traum. Die Lage direkt an der Strandpromenade, die architektonische Gestaltung des Hotels, die Garten- und Poolanlage und auch das Essen waren wirklich sehr gelungen und auf höchstem Niveau. Hier stimmt einfach alles. Das Hotel liegt, wie gerade erwähnt, einfach super direkt an der Promenade, über die man tagsüber oder auch abends nach dem Essen gemütlich in beide Richtungen flanieren und das große Angebot an verschiedenen Bars und Restaurants zu beiden Seiten ausprobieren kann. Auch sportlich Aktive kommen hierbei voll auf ihre Kosten. Die Promenade eignet sich ebenfalls hervorragend als Jogging Parcours, oder zum Inlineskaten. An einer Stelle macht diese Flaniermeile einen kleinen Schlenker in Richtung Meer, wie eine Art kleine Landzunge. Dort thront über der Promenade die wunderschöne Poolanlage des „Gran Anthelia“. Hier kann man gemütlich auf seiner Sonnenliege am Salzwasserpool reine Entspannung genießen und gleichzeitig die Schönheit des Atlantiks an dieser Stelle bestaunen. Einfach traumhaft.

Hotel Ansicht

Neben dieser großen Poolanlage direkt am Meer, gibt es natürlich auch einen separaten Familienbereich mit einem ebenso toll angelegten Kinderpool und einer Gartenanlage mit genug Liegen, Pavillons und Schattenplätzen, sodass man auch mit den Kleinsten wahre Urlaubsfreuden im Wasser genießen kann, ohne dabei ins Meer gehen zu müssen.

Pool Hotel

Diese und viele andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung rund um die Hotelanlage und die Region Costa Adeje haben wir kennengelernt und auch mit Freude wahrgenommen. So sind wir an einem Sonntag in den Nachbarort Los Cristianos gefahren und haben dort den wöchentlichen großen Markt besucht. Hier gibt es fast alles, was man im Urlaub oder auch außerhalb davon braucht. Von verschiedensten Textilien, über Uhren und Sonnenbrillen, Perlenketten zu Hüten und Schuhen in den unterschiedlichsten Ausführungen – und das alles zu einem relativ günstigen Preis. Hier kommen sogar „Shopping-Muffel“ in Kauflust.

Ein weiteres Highlight im Süden, das wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen wollten war der Besuch des Siam Parks. Dieser liegt nur ein paar Fahrminuten vom Hotel „Iberostar Gran Anthelia“ entfernt und ist in Sachen Wasserparks in Europa kaum zu überbieten. Er ist auch einer der großen Anlaufpunkte, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Auf 18 Hektar erstreckt sich hier eine spektakuläre Wasser- und Rutschenlandschaft, eingerahmt von tropisch-thailändischer Kulisse. Ob man nun den Tag mit den lieben Kleinen im Sawasdee, dem großen Kinderberich des Parks oder dem Lost City mit seinen 120 Kinder-Wasserattraktionen verbringt, sich den ganzen Tag am Wave Palace, einem riesigen Wellenbad mit künstlich angelegtem Sandstrand niederlässt oder sich vom Adrenalin der zahlreichen und vor allem spektakulären Riesenrutschen beflügeln lässt. Hier kommt definitiv jeder voll auf seine Kosten.

Ein weiterer Punkt auf unserer To Do-Liste war ganz klar die Fahrt durch den Teide-Nationalpark zum Vulkankegel des Pico del Teide, der mit seinen 3700 m die ganze Insel überragt und den natürlichen Höhepunkt Teneriffas bildet. Die Fahrt führte uns von Costa Adeje zunächst entlang der Küste, vorbei an verschlafenen Dörfern immer weiter ins Hinterland und immer mehr in Lavastein bedeckte Hochebenen. Dies ist ein anderes Landschaftsbild und eine ganz andere Seite der Insel. Hier hat man tatsächlich die berühmte karge Mondlandschaft, die schroffen Felsen und die einsamen Straßen, die sich durch schier endloses Lavagestein schlängeln. Und dann auf einmal „steht er vor einem“ – der Teide. Ein riesiger Vulkankegel, dessen Größe und Präsenz einem den Atem nimmt. Von hier aus ist es nur noch eine kurze Fahrt zur Basisstation, von wo aus man mit der Seilbahn bis unterhalb des Kraterrands hinauffahren kann. Eine Fahrt über die Wolken bis beinahe an die Spitze des Giganten. Dort oben wird man dann mit einer unbeschreiblichen Aussicht über das umliegende Land belohnt. Der helle Wahnsinn – als würde man auf dem Dach der Welt stehen und auf das Leben da unten blicken.

Aussicht von Teide Teide Aussicht Hoch

Dieser Gebirgszug teilt, wie schon anfangs erwähnt, die Insel in den Süd- und in den Nordteil. Nachdem wir uns den Südteil mit seinen Stränden und seinen Badeorten schon ausreichend angeschaut hatten, nahmen wir uns als letztes großes Highlight die Stadt Puerto de la Cruz vor. Sie gilt als touristisches Zentrum von Teneriffa Nord und hat neben ihren teilweise steilen Klippen, den begrünten Flächen und den botanischen Gärten nahezu Großstadtflair. Hier oben gibt es alles, was man in einer modernen Urlaubsstadt sucht. Hotels, eine Promenade am Meer, Altstadtgassen, Geschäfte und Boutiquen. Hier liegen auch die berühmten Meerwasser-Schwimmbäder von Cesar Manrique direkt an der Küste.

Da wir ja mit einem kleinen Kind unterwegs waren, haben wir uns für die zweite weltbekannte Attraktion von Puerto de la Cruz entschieden: der Loro Park. Unter dem Motto El „must“ de Canaries steht dieser besondere Tierpark für eine atemberaubende Artenvielfalt und Exotik. So konnten wir dort verschiedene Papageien und Vogelarten, Seelöwen, Affen, Eidechsen, Delphine und Haie bestaunen. Jedoch waren für uns das Pinguinarium, in dem die Antarktis naturgetreu nachgebildet wurde, die weißen Tiger und natürlich auch die Orca-Show die Highlights schlechthin. Gerade auch mit Kindern sollte man sich diesen „Zoo“ auf keinen Fall entgehen lassen. Wirklich etwas ganz besonderes – sowie die ganze Insel. Sie ist ein ganz besonderes Reiseziel, eigentlich eine Insel für jede Art von Urlaub.

Loro Parque

Mit diesen Eindrücken, tonnenweise Fotos und tollen Erinnerungen im Gepäck verließen wir so nach einer Woche wieder Teneriffa – auf baldiges Wiedersehen.

Loro Parque

 
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