Thailand - Eine Kombination aus Abenteuerlust und Erholung

von Juliane Bergmann | mehr Artikel von | 29. September 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Thailand? Vor unserem Urlaub hatte ich nur geringe Vorstellungen von Thailand. Ich hatte bereits einiges von Kunden, aber auch in den Medien gehört und war somit auch vorbelastet von den ganzen Klischees wie „Es gibt nur Reis zu essen…“, „Der Sextourismus ist in Thailand allgegenwärtig…“, „Bangkok ist eine Stadt die man liebt und zugleich auch hasst…“, „Die Stromleitungen hängen an allen Straßen herunter…“ und vieles mehr.

Blick auf Bangkok vom Fluss aus

Blick auf Bangkok vom Fluss aus

Nun war es im März 2015 endlich soweit und ich durfte mir mein eigenes Bild von Thailand machen. Unsere Koffer waren gepackt und uns erwarteten 5 Tage Bangkok und 9 Tage Phuket.

Wir hatten uns bewusst für keinen Direktflug entschieden. So flogen wir vom Flughafen Stuttgart zunächst mit der Air Berlin nach Abu Dhabi und von dort aus mit Etihad Airways weiter nach Bangkok. Die Zwischenlandung in Abu Dhabi hat sich auf jeden Fall gelohnt. Beim dortigen nächtlichen Landeanflug konnten wir viele Sehenswürdigkeiten Abu Dhabis bewundern. Gerne hätten wir hier einen Stopover eingelegt. Dies war uns aus zeitlichen Gründen aber leider nicht möglich.

Großstadtflair in Bangkok

Hotel Narai in Bangkok

Hotel Narai in Bangkok

Am nächsten Morgen sind wir dann in Bangkok gelandet. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln und einem Stadtplan in der Hand, welcher uns leider nicht davor bewahrt hat uns zu verlaufen, ging es nun in unser gebuchtes Hotel, dem 3-Sterne-Hotel Narai. In der näheren Umgebung des Hotels befinden sich mehrere Restaurants, der Lumpini Park sowie auch mehrere Skytrain-Stationen. Ich empfehle hierbei nur Frühstück zu buchen, da es in Bangkok viele gute und preiswerte Restaurants und Garküchen gibt.

Damit wir keinen Jetleg bekommen, sind wir nach dem Check-in direkt in die Stadt und mit einem Boot zum Königspalast gefahren. Dieser ist wirklich sehr sehenswert und man sollte ca. 2 Stunden für die Besichtigung einplanen. Ein Highlight in der Nähe des Königspalastes ist der liegende Buddha, welcher 46 Meter lang und 15 Meter hoch ist. Der Eintritt kostet ca. 100 Baht.

Königspalast in Bangkok

Königspalast in Bangkok

Mein Tipp: Genießen Sie ein japanisches BBQ im Restaurant „TOHKAI YAKINIKU“! Hier ist in Ihrem Tisch ein Grill eingelassen und Sie können sich Ihr Essen selbst grillen. Das Restaurant befindet sich im Einkaufszentrum „Terminal 21“ an der Skytrain-Station „Asok“.

japanisches BBQ im Restaurant "TOHKAI YAKINIKU"

japanisches BBQ im Restaurant „TOHKAI YAKINIKU“

Bereits in Deutschland haben wir beim Veranstalter „Travelcube“ einen Ausflug nach Ayutthaya gebucht. Mit einem Bus haben wir zunächst den Bang Pa-In Palast besichtigt. Dieser ist der Sommerpalast der thailändischen Könige und wird auch heute noch von diesen und für Veranstaltungen genutzt. Neben den einzelnen Gebäuden ist auch die große Gartenanlage sehr sehenswert und empfiehlt sich für einen gemütlichen Spaziergang.

Sommerpalast Bang Pa-In

Sommerpalast Bang Pa-In

Im Anschluss sind wir zu den alten Tempelanlagen von Ayutthaya gefahren. Auf der Fahrt dorthin sind uns einige Elefanten auf der Straße begegnet. Die Ruinen von Ayutthaya verteilen sich über eine sehr weitläufige Fläche, sodass man einen Aufenthalt von mehreren Stunden einplanen sollte. Man kann die Tempelanlagen auf eigene Faust besichtigen oder mit einem Reiseführer.

Ein weiteres Highlight an diesem Tag war das Abendessen im Baiyoke Sky Tower 2, dem höchsten Gebäude Thailands. Hier haben wir ein Buffetrestaurant in der 82. Etage besucht. Zudem gibt es hier die Möglichkeit während des Essens auf die 84.Etage zu gehen, auf welcher sich eine drehbare Aussichtsplattform befindet. Diese bietet eine spektakuläre Aussicht über Bangkok.

Mein Tipp: Reservieren Sie sich bereits im Voraus im Reisebüro einen Tisch im Restaurant, da die Nachfrage sehr hoch ist.

Ausblick vom Baiyoke Sky Tower 2

Ausblick vom Baiyoke Sky Tower 2

Bangkok bietet neben seinen kulturellen Highlights auch viele Freizeitmöglichkeiten. Ein Traum für jede Frau sind definitiv die vielen Einkaufsmöglichkeiten in den großen Shoppingcentern Bangkoks und auf dem Chatuchack Markt, dem größten Basar Bangkoks mit über 10.000 Ständen und Geschäften. Sehr empfehlenswerte Shoppingcenter sind das MBK Shopping Center, das Terminal 21 und das Siam Paragon. Im Untergeschoss des Siam Paragons befindet sich zum Beispiel auch das Sea World Bangkoks, welches wir besucht haben. Die Einkaufszentren sind alle klimatisiert und boten uns eine angenehme Abkühlung. Ganz in der Nähe befindet sich auch das Jim Thompson House. Dieses ist ein wunderschönes Grundstück mit alten Häusern und einer schönen Gartenanlage, die sich mitten im Herzen Bangkoks befindet. Der US-Amerikaner Jim Thompson hat u.a. das Seidengeschäft in Thailand revolutioniert. Im Jahr 1967 ist er spurlos in Malaysia verschwunden. Sein altes Haus und auch viele Antiquitäten können nun im Herzen Bangkoks besichtigt werden.

Mein Tipp: Ein Abendessen im Restaurant „cabbages and condoms“! Die Deko des Restaurants besteht größtenteils aus Kondomen. Es handelt sich hierbei um ein Restaurant, welches einen Teil seiner Erlöse an soziale Projekte (u.a. AIDS-Stiftung) spendet.

Ein weiteren Tag haben für einen Ausflug zur Brücke des River Kwais genutzt. Während einer 2-stündigen Zugfahrt haben wir die landschaftliche Vielfalt Thailands und auch die alte Brücke besichtigen können. Des Weiteren führte uns dieser Ausflug zu mehreren Gedenkstätten Thailands, die auf die Baubedingungen der Zugstrecke aufmerksam machen. Dieser Ausflug ist eher nur für Geschichtsliebhaber empfehlenswert. Nach der langen Zug- und Busfahrt sind wir wieder hungrig in Bangkok angekommen.

Mein Tipp: Besuchen Sie unbedingt „Mango Tango“! Hierbei handelt es sich um eine Art Imbissbude für Desserts, bei der es ausschließlich Gerichte aus Mango gibt. Sehr lecker sind hier Mangopudding und Sticky Rice mit Mango.

Mango mit Sticky Rice

Mango mit Sticky Rice

Am Abend lohnt sich auch ein Spaziergang über die Soi Cowboy und in Patpong. Es handelt sich hierbei um einige der größten Rotlichtviertel Bangkoks. Hier bestätigt sich leider das Voruteil des Sextourismuses. So ist es dort alltäglich, dass sich ältere Europäer mit wesentlich jüngeren Thais amüsieren. Dieses Spektakel haben wir bei einem Drink in einer umliegenden Bar beobachtet. Im Anschluss luden die zahlreichen Nachtbasare zum Bummeln ein.

Doch auch die schönsten Tage im Jahr gehen einmal zu Ende. Oder nicht? Stimmt ja, wir waren ja erst 5 Tage in Bangkok. Zwar haben wir uns zum Bangkoker Flughafen begeben, allerdings nur um mit der Thai Airways nach Phuket zu fliegen.

Idylle pur auf Phuket

Auf Phuket angekommen erwartete uns eine ganz andere Welt. Wo vorher in Bangkok noch Wolkenkratzer standen, sahen wir nun nur noch Natur, kleine Dörfer, kleine Straßenstände und flach gebaute Hotelanlagen. Mit einem Privattransfer, den wir über Neckermann Reisen gebucht hatten, ging es auf einer ca. 1-stündigen Fahrt nach Kamala Beach. In Kamala Beach haben wir dann in das 4-Sterne-Erwachsenenhotel Sunprime Kamala Beach eingecheckt und dort ein Doppelzimmer Deluxe im Beach Wing bezogen. Von dort aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf das Meer.

Pool vom Sunprime Kamala Beach

Pool vom Sunprime Kamala Beach

Das Hotel verfügt über mehrere Pools und mehrere Restaurants. Wir haben jeden Morgen im Strandrestaurant gefrühstückt. Von dort aus hatten wir immer einen traumhaften Blick aufs Meer und konnten mit Meeresrauschen im Hintergrund das Frühstück genießen. Die Auswahl hierbei war sehr groß und reichte von Croissants, über Cornflakes, Rührei, Pancakes, Reis, Obst und vielem mehr. Leider dürfen seit 2015 an den Stränden von Phuket keine Sonnenliegen und Sonnenschirme mehr aufgestellt werden. Daher haben wir uns immer am Pool, welcher direkt neben dem Strand war, Liegen reserviert und sind von dort aus ins Meer gegangen. Es war hierbei sehr praktisch, dass die Poolboys alle reservierten, aber nicht benutzten Liegen bis 9.30 Uhr leer geräumt haben. So hatte jeder Gast die Chance auf eine freie Liege und das Liegenreservieren wurde konsequent unterbunden.

Kamala Beach selber ist ein sehr schöner kleiner Ort. Am Strand befinden sich viele kleine günstige Strandrestaurants, die beim Sonnenuntergang zum Abendessen einladen. Hier bekommt man für ca. 20 Euro ein Getränk, eine Vorspeise und ein Hauptgericht für 2 Personen. Hinter den Strandhotels befindet sich eine kleine Einkaufsstraße mit Geschäften, Apotheken, einem Supermarkt und vielen Schneidereien. Wenn man einen Tag mal nicht asiatisch essen möchte, gibt es auch ein tolles deutsches Restaurant im Ort.

Strand von Kamala Beach

Strand von Kamala Beach

Mit dem Tuk Tuk haben wir nach ca. 15 Minuten Fahrt Patong erreicht. Patong ist ein sehr großer, aber vor allem sehr touristischer Ort. Hier kann man abends perfekt ausgehen. Es gibt in Patong sehr viele Geschäfte, Einkaufszentren, Restaurants, Bars und die berühmte Partymeile auf der „Bangla Road“. Die Bangla Road sollte man auf jeden Fall am Abend besuchen, damit man sich das dort abspielende Spektakel, ähnlich wie die Soi Cowboy und Patpong in Bangkok, angucken und erleben kann. Wir waren sowohl tagsüber als auch abends in Patong. Wir haben den Ort als sehr turbulent empfunden. Dennoch gibt es auch hier einen sehr schönen Sandstrand. An jeder Straßenecke bietet sich die Möglichkeit mit dem Tuk Tuk wieder den Ort zu verlassen.

Nachtleben in Patong

Nachtleben in Patong

Da wir uns schon immer Kleidung maßanfertigen lassen wollten, haben wir unsere Reiseleiterin nach einem Geheimtipp gefragt. Sie hat uns daraufhin RK Fashions in Patong empfohlen und auch den Kontakt mit dem Schneider für uns hergestellt. Dieser hat uns dann auch kostenlos von unserem Hotel abgeholt und zu seinem Geschäft gefahren. Dort angekommen, wurden wir sehr kompetent beraten und betreut. Wir entschieden uns dafür, ein Kleid und einen Anzug inklusive Hemd maßanfertigen zu lassen. In der darauffolgenden Woche waren wir zweimal zur Anprobe im Geschäft, bevor wir dann zum Urlaubsende hin unsere neuen tollen Kleidungsstücke in Empfang nehmen durften. Wir sind noch immer sehr begeistert von der Qualität der Kleidung und haben nun auch weitere Kleidungsstücke von Deutschland aus in Auftrag gegeben, als unser Schneider auf seiner jährlichen Europareise war.

Mein Tipp: Unbedingt zu RK Fashion in Patong gehen! Ein guter Anzug ist nicht in 24 Stunden hergestellt!

maßgeschneiderte Kleidung von RK Fashion

maßgeschneiderte Kleidung von RK Fashion

Ausflüge auf Phuket

Neben den wunderschönen hellen Sandstränden bietet Phuket auch einige Ausflugsmöglichkeiten. Wir haben uns dazu entschlossen zwei Ausflüge über die Neckermann Reiseleitung zu buchen. So sind wir an einem Tag auf die große Inselrundfahrt „Phuket Explorer“ gegangen und an einem anderen Tag haben wir einen Schnorchelausflug zu den Ko Phi Phi Inseln gemacht.

Auf der Inselrundfahrt haben wir verschiedene Aussichtspunkte, den Big Buddha, eine Cashewnussfabrik, eine Schmuckfabrik, eine buddhistische Tempelanlage, ein chinesisches Haus und eine Farm besucht. Beim Big Buddha haben wir uns von einem Mönch segnen lassen. Dieser hat uns ein Armband angelegt, welches Glück bringen soll. Es muss von alleine vom Handgelenk abfallen, da es sonst Unglück bringen soll. Da der Big Buddha sich auf einem Berg befindet, hat man von hier aus einen wunderschönen und atemberaubenden Ausblick über die ganze Insel. In der Cashewnussfabrik durften wir verschiedenste Sorten verkosten, die sehr lecker waren. Während des Ausfluges sind uns einige Elefanten am Straßenrand begegnet. Dies ist auf Phuket auch normal. Hier gibt es keine Straßenschilder, die vor Wildwechsel warnen, sondern Straßenschilder, die vor Elefanten warnen, die die Straße überqueren. Das absolute Highlight dieses Ausfluges war für uns daher auch der Ritt auf einem Elefanten und das anschließende Füttern des Elefanten. Auf der Farm durften wir mit einem Wasserbüffel über das Gelände fahren, eine Affenshow besichtigen, die dort angebauten Ananas verköstigen und den Kautschukanbau und die Verarbeitung des Kautschuks betrachten.

Elefantenfritt mit anschließender Fütterung

Elefantenfritt mit anschließender Fütterung

Unser zweiter Ausflug war ein richtiger Traumausflug. Mit einem Speedboot ging es quer über den Ozean zur Inselgruppe Ko Phi Phi. Da wir sehr zeitig mit dem Boot losgefahren sind, gehörten wir zu den ersten Gästen die den Maya Beach erreichten. Dieser Strand wurde durch den Film „The Beach“ bekannt. Er liegt in einer kleinen Bucht und ist sehr idyllisch, solange noch nicht zu viele Touristen auf der Insel sind. Nach einem kurzen Fotostopp und einem Spaziergang über die Barfußinsel fuhren wir weiter zu den umliegenden Buchten. Hier hatten wir die Gelegenheit die Unterwasserwelt bei mehreren Schnorchelstopps kennen zulernen. So sahen wir neben Seeigeln auch Korallenriffe und Clownfische. An Bord gab es kostenlose Getränke. Das Mittagessen haben wir auf einer einsamen Insel direkt am Strand eingenommen. Am Nachmittag ging es dann leider wieder an Land und wir mussten uns von der Unterwasserwelt der Andamanensee schweren Herzens verabschieden.

Der Strand aus dem Film "The Beach"

Der Strand aus dem Film „The Beach“

Dieser Tagesausflug war sicherlich ein Highlight unseres 14-tägigen Aufenthaltes in Thailand. In dieser Zeit durften wir einen Teil der Vielfalt Thailands kennenlernen. Wir haben uns in Thailand verliebt und den Mix aus Kultur und Tradition, aber auch das Großstadtleben Bangkoks und die Schönheit Phukets in unser Herz geschlossen. Es wird sicher nicht unser letzter Thailandurlaub gewesen sein. Da war sich auch unser Gepäck einig. Dieses wollte lieber mit 2 Tagen Verspätung wieder in Stuttgart ankommen und hat sich daher entschlossen nicht mit uns zusammen von Bangkok nach Abu Dhabi zu fliegen, sondern noch in Bangkok zu bleiben. 😉

Wir freuen uns schon auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen in Thailand.

Sonnenuntergang am Kamala Beach

Sonnenuntergang am Kamala Beach

 
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