Vom Atlantik bis ins Mittelmeer – eine Segelkreuzfahrt auf der Royal Clipper

von Daniel Schüler | mehr Artikel von | 21. September 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Frische Seeluft, volle Segel und mutige Passagiere – Ich war Teilnehmer einer großartigen Segelkreuzfahrt und berichte hier von meinen Abenteuern in kleinen Häfen und auf hoher See.

Bevor es richtig losging verbrachten wir zwei herrliche Tage in Portugals Hauptstadt Lissabon. Der Torre do Belèm das Seefahrerdenkmal stand ebenso auf dem Programm wie die Alfama, Lissabons hügelig verwinkelte Altstadt, durch die noch immer die antike Straßenbahn bummelt. Die „Stadt des Lichtes“ hat dank der Lage direkt am Atlantik ein ganz besonderes Flair. Das Wetter war Ende April schon phantastisch und Lissabon zeigte sich uns im wärmsten Licht.

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Dann ging es endlich an Bord der Royal Clipper, die größte 5-Mast-Bark der Welt. Alleine schon die Erinnerung ans Auslaufen zur Melodie von „Conquest of Paradise“ jagt mir jedes Mal einen wohligen Schauer über den Rücken – ein unvergessliches Erlebnis. Schiff ahoi!

Der erste Hafen war Portimao an der portugiesischen Südküste, der Algarve. Erst mal hieß es arbeiten, wir besichtigten verschiedene Hotels. Anschließend schauten wir uns die einzigartig bizarren Sandsteinklippen bei Lagos an. Sie geben dem alten Seefahrerstädtchen eine großartige Kulisse. Zu Fuß ging es dann durch den malerischen, historischen Stadtkern.

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Wir verließen Portugal und Europa – auf nach Afrika!
Im marokkanischen Tanger faszinierten mich die himmelblau und strahlend weiß gestrichenen Häuser in den engen Gässchen der orientalischen Altstadt. Die Basare mit Waren aus aller Herren Länder, duftenden Gewürzen und Millionen von Farben nahmen mich gefangen. Bei der Zubereitung der landestypischen Speisen in einem „Riad“ durften wir vor dem Genuss sogar zuschauen. Die Riads sind marokkanische Stadtpaläste mit tollen Innenhöfen oder innen liegenden Gärten. Einige sind zu Hotels und Restaurants umgebaut geworden.

Tanger-Kombi

In der Straße von Gibraltar begleitete uns eine Gruppe Delfine – wir lagen in den Netzen und konnten ihre wilden Sprünge in aller Ruhe beobachten. Ich hielt mein Handy ganz fest in der Hand, damit es beim fotografieren nicht ins Meer fiel. Wahnsinn, wie schnell diese Meeressäuger schwimmen können. Mir schien, als würden sie sich ein Rennen mit dem Segelschiff liefern.

Delfine-Kombi

Wieder auf der europäischen Seite, ging es am nächsten Tag in Motril an der Costa Tropical von Bord. Das ist der nächstgelegene Seehafen zu Granada und so packten wir die Gelegenheit beim Schopfe und besuchten die Alhambra. Die maurische Stadtburg ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Spaniens und eines der eindrucksvollsten Bespiele islamischer Baukunst. Auch hier hatten wir wieder tolles Wetter – das Tüpfelchen auf dem i dieser Traumreise!

Granada-Kombi

Einer der größten Vorzüge einer Segelkreuzfahrt ist die Möglichkeit, auch ganz kleine Häfen anlaufen zu können und die wenigen Passagiere überfordern die entsprechenden Destinationen nicht. So kann man auf familiär legere Atmosphäre kleine Geheimtipps entdecken. Im Gegensatz zu großen Megalinern darf man dem Kapitän beim Manövrieren zuschauen, die Brücke ist für alle Gäste offen zugänglich. Die freundliche Besatzung erklärt auch unerfahrenen Landratten lächelnd jeden Handgriff!

Ein ganz besonderes unvergessliches Erlebnis war nur den mutigsten unter uns Kreuzfahrern vorbehalten: Bei vollen Segeln durften wir einen Mast erklettern und das weite tintenblaue Meer von ganz weit oben (17m) überblicken. Was für ein Wahnsinns -Gefühl – einfach unbeschreiblich!

RC-Kombi

Malaga war unser Zielhafen – ich ging total erholt und mit vielen wunderschönen Erinnerungen vom Schiff. An Bord des Großseglers spürte ich Wind und Wellen hautnah, genoss die herrliche Ruhe, wenn wir ohne Motoren segelten und konnte vom salzigen Duft der Meeresbrise kaum genug bekommen. Das war eine Belohnungsreise der ganz besonderen Art! Im persönlichen Beratungsgespräch erkläre ich gerne die Unterschiede zu einer „normalen“ Kreuzfahrt und freue mich, wenn ich Lust auf „Meer“ machen konnte! Hier  http://bit.ly/2cUbaRK  gibt es die erste Inspiration.

 

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