Unterwegs mit der Mein Schiff 4

von Nicole Engert | mehr Artikel von | 4. Mai 2016 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Ahoi- Herzlich Willkommen an Bord der Mein Schiff 4!

Ich hatte mich bei meinen Urlaub im April für eine Kreuzfahrt entschieden und kann die Mein Schiff 4 von TUI Cruises, sowie das „Kreuzfahren“ an sich wirklich empfehlen! Bei diesem Urlaub stimmte einfach alles – toller Service und hervorragende Organisation, super Wetter mit ruhiger See, leckeres Essen und eine wunderschöne Kabine mit Balkon. Herrliche Aussichten garantiert! Begleiten Sie mich durch das schöne westliche Mittelmeer!

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Wir befanden uns auf der 10-tägigen Tour „Mittelmeer mit Ibiza“, die ab Mallorca startete und dort auch endete. Der Flughafenshuttle brachte uns direkt bis ans Schiff und wir hatten die Möglichkeit, da wir ein Stück am hinteren Ende des Hafens lagen, gegen Gebühr noch Busse bis zur Kathedrale La Seu wahrzunehmen, die regelmäßig verkehrten. Die Kabinen waren ab 15:00 Uhr bezugsbereit, man konnte aber schon vorab, auch wenn man etwas in den frühen Morgenstunden gelandet war, bereits alle Annehmlichkeiten des Schiffes genießen. Wir nahmen z.B. in der Himmel&Meer Lounge einen erfrischenden Drink und gingen dann zum Essen in das Buffetrestaurant Anckelmann’s Platz. Am Nachmittag konnten wir dann zum ersten Mal unsere Kabine betreten und waren restlos begeistert! Ich hatte schon verschiedene Schiffe gesehen und war restlos begeistert von der Größe, dem Design, den Farben und dem Platz der Kabine! Kein Vergleich zu bisher gesehenen 😉

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Für all diejenigen, die meinen, dass eine Innenkabine doch vollkommen ausreichen würde, da man ja eh nie auf der Kabine sei, sage ich „Nein, danke!“ Man sollte sich im Urlaub schon etwas gönnen und so einen tollen Rückzugsort zu haben, gerade wenn man die Massen des Schiffes leid ist (dazu komme ich noch einmal), oder man nicht immer von einer Lüftung beatmet werden will, ist das schon eine tolle Variante. Man hat Tageslicht und kann ganz für sich die Einfahrt in einen Hafen genießen oder einfach nur den Sonnenaufgang beobachten. Das ist wirklich schön!

Auch das Innere des Schiffes überzeugte uns! Da ich eben die Massen erwähnt habe, muss ich auch etwas zurückrudern. Es verteilt sich tagsüber doch sehr, sehr gut. Nur an Seetagen kommt es einem ziemlich voll vor. Dann sind die Leuten nicht mit Landgängen beschäftigt, sondern eben mit dem Essen und dem Sonne tanken. Das war aber wirklich nicht nennenswert durch eine Balkonkabine! Zumal es den Gästen grundsätzlich immer offen steht, wo sie ihr Essen oder den Cocktail einnehmen. Das All-Inclusive-Konzept herrscht zwar vor, aber es besteht immer die Möglichkeit auch kostenpflichtige Lokalitäten zu nutzen, die dann meistens auch exklusiver und dadurch leerer sind. Gegeben ist es also seine Ruhe zu haben, man läuft sich nicht über die Füße. Es gibt mehrere Bars, mehrere Restaurants, ein Theater, ein Klanghaus, kleine Einkaufspassagen, ein Lounge nur für Teenager, einen Kinderclub, sowie einen Fitness- und SPA-Bereich, nur um einiges zu nennen… Die Massagen und Sportkurse sind sehr zu empfehlen und auch hier findet jeder etwas für sich.

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Auch die Außenbereiche des Schiffes bieten viele schöne Nischen und Ecken. Neben dem Sportplatz bzw. der Arena, gibt es die üblichen Liegeflächen, aber auch eine Joggingbahn oder die Sitzgelegenheiten der Restaurants (z.B. „Tag und Nacht Bistro“ oder „Außenalster“).

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Bestens erkunden kann man das Schiff an Seetagen und das war bei dieser Route optimal gegeben, da gleich der erste Tag einer war. Zuvor hatte ich immer Bedenken bei Seetagen und empfand es optimaler wenige davon in der Reise zu haben, aber im Nachhinein hätte ich sogar gern mehr davon gehabt. Zum einen dient es noch etwas mehr der Erholung, da man keinen Druck hat, eine Stadt oder ein Gebiet zu verpassen oder sich anschauen zu müssen. Somit kann man sich sonnen, Massagen wahrnehmen oder Sport machen, aber zum anderen ist doch das eigentliche Erlebnis so einer Tour das Schiff an sich. Es gibt viele Aktivitäten und Örtlichkeiten, die man direkt auf dem Schiff genießen will. TUI Cruises bietet aber hier ein tolles Konzept, denn die Unterhaltung hat keinerlei Clubcharakter. Man wird nicht überall beschallt oder mit Durchsagen bombardiert, sondern jeder kann zu der Veranstaltung  gehen, die er bevorzugt oder auch nicht. Man kann sich auch ein Buch oder Spiele ausleihen. Das Schiff bietet z.B. digitale Displays, auf denen man GEO-Magazine durchblättern kann (Ort: „Waterkant“).

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Auch hier wieder schön zu sehen, wie sich das bis ins kleinste Detail durch designte Schiff erleben lässt. Jede Bar ist anders, jede Etage hat Ihren eigenen Charakter, aber es wirkt nie zu überladen oder kitschig bunt wie bei anderen Reedereien. Wirklich sehr modern und das Personal tut auch wirklich viel, um diesen Zustand der Möbel usw. beizubehalten. Wir haben am ersten Tag leider nicht alles geschafft zu erkunden, weil es ja trotzdem noch Urlaub ist. Nach den ersten Eindrücken und der ersten Nacht, erreichten wir unseren ersten Hafen: Ajaccio auf Korsika.

KORSIKA

Mein Tipp: TUI Cruises bietet tolle Fahrradtouren (eigene Fahrräder, die immer mitfahren und am Schiff top gewartet bereitstehen) an, bei denen man die Landschaft super genießen kann. Für sehr geübte Fahrer gibt es auch Mountainbike-Touren, aber wir haben die leichtere Küstenroute mit Badestopp gewählt. Ajaccio selbst ist auch ein niedlicher Ort mit Stadtstrand, engen Gassen und dem Geburtshaus von Napoleon. Wirklich eine tolle Insel!

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ROM

Am zweiten Tag und mit etwas Muskelkater folgte Rom. Es wurden viele organisierte Ausflüge in die Stadt und Umgebung angeboten. Sie unterschieden sich auch sehr von der Dauer. Wir haben uns für den Ganztagesausflug entschieden und es nicht bereut! Die Busfahrt dauerte nur 01:30 Stunde und vor Ort fuhren wir zum Teil mit dem Bus, aber einen Großteil liefen wir mit einem Guide zu Fuß durch die Stadt. Er war Italiener und lebte in Rom, somit die beste Wahl. Die Tour führte uns vom Colosseum zum Trevi-Brunnen. Wir sahen die Spanische Treppe, das Parlament, das Pantheon und endeten vorerst an der Piazza Navona, wo wir individuell zu Mittag aßen. Danach ging es dann zum Petersdom und auch hinein. Wir haben in eigentlich so wenig Stunden wirklich viel gesehen und für das erste Schnuppern, hat uns Rom sehr gut gefallen. Bei allen Ausflügen war auch eine Reiseleitung direkt von TUI Cruises dabei, die bei Notfällen schnell Kontakt mit dem Schiff aufnehmen konnte oder die Erklärungen übersetzte, falls bei der örtlichen Agentur niemand Deutschsprachiges für diesen Tag zur Verfügung stand.

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LA SPEZIA

Es folgte am nächsten Tag der Hafen von La Spezia. Der Ort an sich dient verstärkt als Militärhafen, bietet aber viele schöne, alte Häuser mit tollen Fassaden und einige Museen. Wir hatten uns für den Ausflug „Cinque Terre“ entschieden, da es nur ein paar Stunden ging und wir nach Rom einen entspannteren Tag brauchten. Die Cinque Terre sind fünf spektakulär gelegene Dörfchen, die massiv in die Felsen hineingebaut wurden und mit einem Zug miteinander verbunden sind. Zu unserer Zeit waren die Wanderwege leider aufgrund von Steinschlag gesperrt. Diese Gefahr bestünde aber schon eine ganze Weile. Für diesen Ausflug sollte man definitiv gut zu Fuß sein, da die Dörfer über sehr viele steile und treppenreiche Wege verfügen. Wir haben zwei Dörfer besichtigen können, Manarola und Vernazza. Wirklich beide sehr bezaubernd, auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte. Hin sollten wir eigentlich mit einem Boot fahren, das wurde aber umdisponiert, sodass wir hin mit dem Bus fuhren und zurück mit dem Zug, der direkt in La Spezia endet. Man könnte als Urlauber die Dörfer auch mit dem Mietauto erreichen, müsste dann aber immer wieder zurück auf die große, oberhalb gelegene Straße, was es etwas umständlich macht. Die Cinque Terre an sich sind aber wirklich sehr zu empfehlen!

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MONACO

Am Folgetag liefen wir wieder bei Sonnenschein im Hafen von Monaco ein. Der mondäne Fürstensitz besticht durch seine Lage mit dem Kalksteinfelsen im Hintergrund, der teilweise tollen Architektur z.B. der Casinos und durch die Buchten, aber an sich sind es letztendlich viele Hochhäuser auf eine winzige Fläche gequetscht. Zu unserer Zeit wurden gerade die Tribünen für das Formel 1 Rennen aufgebaut und einige Yachten waren ebenfalls sehr beeindruckend. Zu Fuß ist vieles gut zu erreichen vom Schiff aus, aber es lohnt sich einen Ausflug ins Umland zu unternehmen.

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Ganztagesausflüge hatten wir nicht genutzt, sondern uns für Nizza entschieden und diese Stadt hat uns nicht enttäuscht. Nizza hat ein tolle Altstadt mit viele Geschäften, kleinen Gassen und Restaurants, herrliche Prachtboulevards und eine schöne Strandpromenade. Alles wirkte sehr gepflegt und sauber. Auch die öffentlichen Parkanlagen waren ganz bezaubernd und in einem schönen Zustand. Auf der Route überzeugte Nizza mich persönlich am meisten, da ich mit einer solch schönen Stadt gar nicht gerechnet hatte, auch wenn man viel über die Cote d’Azur hört. Landschaftlich an die Seealpen angelehnt, bietet es fast ganzjährig ein mildes Klima.

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LA SEYNE/ TOULON

Ein weiteres Ziel, bei dem unser Schiff anlegte, war La Seyne. Wir wählten den Ausflug nach Aix en Provence. Eine kleine Universitätsstadt bekannt durch den Maler Cezanne. Der Ausflug war ok, aber es gibt sicherlich noch bessere Ziele in der Umgebung. Vom Hafen aus war es eher eine normale Wohngegend, aber es bestand auch die Möglichkeit mit einem Boot nach Toulon hinübergebracht zu werden. Wir erfreuten uns allerdings den Rest Tages am leeren Schiff.

BARCELONA

In Barcelona kamen wir am Abend an und blieben bis zum Folgeabend, sodass man viel Zeit die Stadt zu genießen. Ob die Architektur von Gaudí, die tollen Tapas-Bars, die netten Geschäfte oder der Hausberg Montjuic, jeder findet in Barcelona bestimmt nicht nur ein Highlight. Auch hier war es zu Fuß doch ein ganz schönes Stück bis in die Stadt, daher wurden Shuttle eingesetzt, die alle 30 min gegen Gebühr fuhren.
Wenn man nicht ins Umland möchte, braucht man eigentlich keinen organisierten Ausflug zu buchen. Alles ist sehr übersichtlich und gut beschildert. Die U-Bahnverbindungen sind hervorragend und wenn man möchte, kann man auch hier wieder die bekannten Hop-On-Hop-Off-Busse benutzen. Diese Stadt ist immer eine Reise wert! Daher hier einfach mal ein Hoteltipp: Das 2014 eröffnete H10 Metropolitan.

IBIZA

Auch bei Ibiza legten wir relativ weit weg von der Stadt an. Eigentlich genau gegenüber, aber auch hier fuhren sogar im 10 min-Takt Shuttlebusse. Um auch hier unser eigener Herr zu sein, gingen wir selbstständig durch Ibiza-Stadt, die auch sehr überschaubar ist. Die Altstadt überzeugt durch ihre große Mauern wie eine Festung und der ganz oben liegenden Kirche. Die Neustadt ist ein ganz normaler spanischer Ort. Man kann Busverbindungen nach Santa Eulalia oder Playa d’en Bossa nutzen. In der Hochsaison gibt es viele Busse. Wir liefen nur bis Figueretas. Man merkte, dass die Saison noch nicht ganz begonnen hatte. An einigen Hotels wurde noch gestrichen oder gebaut und Geschäfte und Restaurants waren teilweise ebenfalls noch geschlossen.

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Etwas wehmütig, weil es unser letzter Tag war, gingen wir zurück an Bord und nutzen den restlichen Nachmittag noch für die Annehmlichkeiten des Schiffes. Am nächsten Tag sollte dann schon wieder alles vorbei sein… Wir wären sehr gern noch länger an Bord geblieben, auf unserer hübschen Kabine, in irgendeiner Bar oder einem der tollen Restaurants, aber auf Mallorca mussten wir uns dann verabschieden. Wir freuen uns schon auf unsere nächste Fahrt mit TUI Cruises, denn das wird nicht die letzte Kreuzfahrt mit dieser Reederei gewesen sein!

Wenn Sie auch Seeluft schnuppern und Tage an Bord von TUI Cruises verbringen wollen, kommen Sie ruhig vorbei, meinen Kollegen und ich beraten Sie gern!

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