Willkommen im Norden Sardiniens!

von Nicole Engert | mehr Artikel von | 9. Oktober 2015 | Aus den Reisebüros | Keine Kommentare

Benvenuti an alle Reisefreunde!

Schön, dass Sie meinen Reiseblog über die wunderschöne Insel Sardinien gefunden haben! Ich war im August/ September 2015 für zwei Wochen im Norden der Insel und lasse Sie gern an meinen Eindrücken teilhaben.

Sardinien besticht für mich, und viele andere, durch das kristallklare, blaue Wasser, die herrlichen Strände und die Vielseitigkeit an Landschaftsformen. Was mich aber auch sehr begeistert hat ist zusätzlich die Flora und Fauna, die große Geschichte, die vielen Traditionen und das hervorragende Essen.

Nach gerade einmal 2,5 Stunden Flug (von Berlin aus) erreicht man den Flughafen Olbia. Alternativ für die südliche Region kann man noch nach Cagliari (non-stop) oder den an der Westküste gelegenen Flughafen Alghero ansteuern. Empfehlenswert ist es direkt vom Flughafen an ein Mietauto gebucht zu haben, damit man vor Ort flexibel und mobil ist. Die Straßen sind teilweise etwas schmal und oft ist die Höchstgeschwindigkeit 40km/h, was die eh schon sehr weiten Strecken noch verlängert. Sardinien ist eine riesige Insel und auf keinen Fall an einem Tag zu umrunden – wie Mallorca oder Lanzarote. Es gibt durchaus Bus- und Zugverbindungen quer über die Insel, aber um Zeit und Nerven zu sparen, würde ich dennoch beim Auto bleiben.DSC03226DSC03542Wir waren im Grand Hotel Colonna Capo Testa auf der gleichnamigen Halbinsel Capo Testa untergebracht, die sich wirklich direkt am nördlichsten Punkt befindet und so optimale Ausblicke auf Korsika liefert. Entgegen der Kritiken auf Holidaycheck waren wir sehr begeistert vom Hotel. Besonders der Service, die Architektur und die Lage am traumhaften Strand überzeugten uns. Umgeben ist man hier von viel Natur. Es gibt zahlreiche Wander- bzw. Trekkingwege, die man mit gutem Schuhwerk, meistern kann. Besonders zu Fuß lohnen sich hier zahlreiche Ausflüge, die ich gern präsentieren möchte. Wer nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist, sollte, wie bereits erwähnt, nicht auf den Mietwagen verzichten. Zudem ist das Hotel recht einsam gelegen und zu dem nächstgelegenen Ort Santa Teresa di Gallura kann man auch nicht einfach mal schnell hinspazieren oder abends flanieren gehen, weil es zum Ort keinerlei Verbindung über Bürgersteige oder generell gut laufbare Wege gibt. Hier hat man nur eine Straße und nachts auch keine Beleuchtung. Wenn, dann bitte nur mit Taxi oder dem eigenen Mietauto. Tagsüber kann man aber auch durchaus auf den hoteleigenen Shuttleservice zurückgreifen, der regelmäßig das Hotel mit dem nächstgelegenen Ort verbindet.
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Tipp 1: Santa Teresa di Gallura

Der kleine Ort mit seinen schachbrettförmig angelegten Straßen ist niedlich und besticht dennoch durch Vielseitigkeit. Herz des Örtchens bildet der Marktplatz, der umringt ist von Souvenirläden und sehr guten Restaurants. Letzteres gibt es im Ort zahlreich und immer von sehr guter Qualität. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier. Die Infrastruktur an sich ist auch optimal. Neben einem Busbahnhof, einer Post, einer Kirche und einem Hafen, von dem Ausflugsboote und die Fähren nach Korsika starten bzw. ankommen, gibt es auch einen kleinen Strand. Dieser ist besonders bei den Einheimischen beliebt und somit auch sehr voll, gerade in der Hochsaison. Etwas Geschichte spürt man bei dem alten Wachturm Torre Spagnola, der über der Bucht thront. Das Gelände ringsherum lässt auf geheimen Pfaden auch kleine Spaziergänge und Wanderungen zu.

Vom kleinen Busbahnhof aus fahren Busse ab nach Palau. Auch zahlreiche, sehr gut ausgestattete Supermärkte findet man am Ortseingang. Leckere einheimische Spezialitäten kann man aber auch an kleinen Bauernständen am Straßenrand kaufen.DSC02958DSC0357120150902_105559

Tipp 2: Capo Testa

Diese schroffe Halbinsel mit ihren bizarren Felsformationen und der üppigen Vegetation wird von einem schmalen Damm mit dem Rest Sardiniens verbunden. Genau auf diesem Damm befinden sich die schönen Strände, es folgen ein paar Häuser und dann gelangt man zum Leuchtturm von Capo Testa. Die Felsenlandschaft hier ist unglaublich beeindruckend. Man kann teilweise richtig klettern und wandern. Der Leuchtturm ist sogar noch aktiv und spendet den Schiffen abends Licht.
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Tipp 3: Bootstour ins La Maddelena Archipel

Wo die bekannte Costa Smeralda mit ihrem türkisfarbenem Wasser endet, beginnt ein großes Archipel mit verschiedenen Inseln, was zugleich Nationalpark ist. Das Wasser hier ist ebenfalls wunderschön blau und kristalklar, daher gibt es einige besonders beliebte Buchten, in denen die Boote und Schiffe vor Anker liegen. Hier kann man hervorragend schnorcheln, schwimmen oder tauchen. Wir hatten einen organisierten Ausflug gebucht. Wer möchte, kann aber auch private Touren buchen. Es werden Stopps zum Baden eingelegt, bei denen man direkt vom Boot ins Wasser hüpfen kann, aber auch das Örtchen La Maddalena wird angesteuert. Aufgrund der Fassaden, der Architektur allgemein, den Eisläden und dem Flair kommt wirklich das Dolce Vita Gefühl auf. Man kann durch die Gassen schlendern und etwas bummeln. Sicherlich ist der Bereich rund um dem Hafen etwas touristisch, aber dennoch ein schöner Halt. Ebenfalls nett war auch der Ort Baia Sardinia auf Sardinien, bei dem zusätzlich gestoppt wurde. Er zählt mit zu den Ferienorten der Insel und besteht aus einer Bucht und einer kleinen Promenade mit Restaurants (sehr leckere Pizza!) und einigen Geschäften, sowie aus Hotelanlagen. Aber auch diese Bucht ist zur Hochsaison ziemlich überfüllt, was eigentlich die meisten Strände sind. Überall sind dann Sonnenschirmchen zu sehen, was einen teilweise etwas abschreckt. Dennoch findet jeder sein Plätzchen.20150903_102819
DSC03194Da Sardinien so enorm groß ist, schafft man es kaum die selbst geschmiedeten Pläne zu meistern. Unser Fokus lag darauf uns zu erholen, das wunderschöne Wasser zu genießen und uns viel in der Natur aufzuhalten. Das nächste Mal würde ich vor dem Badeurlaub gern eine Mietwagenrundreise machen, um mehr von der Insel zu sehen.

Weitere Ausflugstipps wären (speziell auf den Norden als Ausgangspunkt bezogen):

+ Korsika mit der Fähre (St. Teresa di Gallura <-> Bonifacio)
+ Stintino
+ Olbia (Hauptstadt)
+ Reitausflüge mit der ganzen Familie
+ Porto Cervo (Jet-Set-Ort mit teuren Geschäften und Yachten im Hafen)
+ zahlreiche Ausgrabungstätten mit teilweise sehr gut erhaltenen Festungsanlagen (Nuraghen)

Wir freuen uns, wenn Sie vorbeikommen. Gern haben wir weitere Insidertipps parat und unterstützen Sie tatkräftig bei der Planung Ihres Traumurlaubes.

Tanti saluti!

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