„Braggie“ – neuer Tourismus-Trend im Social Web

Themen | 11. Dezember 2014 | Keine Kommentare

Social Media-Experte von Thomas Cook im Interview zum Trend-Thema

Braggies sind die neuen Selfies! „Selfie“ wurde zwar im vergangenen Jahr noch zum englischen Wort des Jahres gewählt, doch der neueste Trend im Social Web heißt „Braggie“. Der Begriff leitet sich aus dem Englischen „to brag“ (deutsche Übersetzung: angeben) ab und meint Fotos, die nur einem Zweck dienen: Freunde und Follower neidisch zu machen. Da sich eine der besten Gelegenheiten für „Braggies“ auf Reisen bietet, ernannte sie der World Travel Monitor, eine Untersuchung zum weltweiten Reiseverhalten, im November 2014 zu einem der Tourismus-Trends für das Jahr 2015.

Neckermann Reisen greift mit seiner neuen #machtsmöglich-Kampagne den Trend auf. Der Reiseveranstalter fordert Urlauber dazu auf, ihre schönsten Reisefotos auf Instagram, Facebook oder anderen Portalen mit dem Hashtag #machtsmöglich zu posten. Die Motive der Nutzer werden in den Außenauftritt von Neckermann Reisen integriert – beispielsweise in Katalogen.

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Von Martin Widenka, Social Media Manager bei Thomas Cook, stammt die Idee, den bekannten Neckermann Reisen-Slogan „Neckermann macht’s möglich“ für Social Media zu nutzen und den Hashtag #machtmöglich einzuführen.

Im Interview spricht er über neue Trends im Netz:

Welche Auswirkungen hat der „Braggie“-Trend auf die Tourismusbranche?
Martin Widenka: „Fast alle großen Tourismusanbieter und Hotelketten haben mittlerweile eigene Profile auf Facebook, Instagram und Twitter. Interessant ist, dass die erfolgreichsten Profile die sind, die sogenannten ,User-Generated-Content‘ nutzen. Sprich die Bilder, Videos und Texte, die von Nutzern erstellt und geteilt werden. Die Einbindung User-Generated-Fotos in die Kommunikation führt zu einer höheren Identifikation mit einer Marke. Unter unserem Neckermann Reisen-Hashtag #machtsmöglich haben User schon viele inspirierende Urlaubsaufnahmen gepostet.“

Mit welchen Fotos machen die Urlauber die Daheimgebliebenen am liebsten neidisch?
Martin Widenka: „Mit Fotos vom Hotelbett mit direktem Blick aufs Meer, mit Cocktails beim Sonnenuntergang und tollen Bildern am Pool. Weil am liebsten sofort gepostet wird, ist besonders jungen Urlaubern kostenloses WLAN in der Hotelanlage sehr wichtig. Wir haben vor acht Monaten eine neue Hotelmarke eingeführt, die diesem digitalen Trend entgegenkommt. In SunConnect-Hotels ist kostenloses WLAN in der gesamten Hotelanlage verfügbar. Außerdem hat jedes Hotel ein oder mehrere sogenannte ConnectScouts, die viele digitale Aktivitäten anbieten.“

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Wieso sind private Urlaubsbilder im Marketing so erfolgreich?
Martin Widenka: „Weil die Fotos sehr authentisch und persönlich sind. Der Gast steht mit seinen Erlebnissen im Mittelpunkt, und potenzielle Neukunden fühlen sich von den Urlaubsbildern angesprochen. Und Marketing mit privaten Fotos funktioniert auch zielgruppen- und altersübergreifend, denn Urlaubsfotos macht jeder. Auch wenn man kein sogenannter ,Digital Native‘ ist und nicht selber postet, kann man sich von Bildern anderer inspirieren lassen. Wir sind sehr glücklich, mit welcher Begeisterung Reisende tolle Urlaubsfotos auf Instagram, Facebook und anderen sozialen Netzwerken mit unserem Hashtag #machtsmöglich teilen. Wenn wir Motive für unseren Außenauftritt nutzen möchten, sprechen wir uns natürlich mit den Hobbyfotografen ab.“

Bildnachweis Titelbild: © fotolia / monticellllo

 

 

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