Kampf gegen Einwegplastik: Thomas Cook beteiligt sich an Brancheninitiative

Immer mehr Plastik dringt in das Ökosystem der Ozeane ein und wird zunehmend zur Belastung für die Tourismusbranche, die auf eine intakte Umwelt angewiesen ist. Doch die Branche ist nicht nur betroffen von der wachsenden Verschmutzung der Umwelt durch Plastik, sondern trägt auch eine Mitverantwortung. Einer EU-Untersuchung zu Folge stammen zwischen 40 und 50 Prozent der Abfallgegenstände im Mittelmeer aus touristischer Nutzung.

Bereits im November 2018 launchte Thomas Cook die Kampagne #noplaceforplastic. Ziel ist es, innerhalb eines Jahres 70 Millionen Einweg-Plastikteile einzusparen. Bis jetzt ist es gelungen, in Flugzeugen, Hotels sowie an Bürostandorten gruppenweit auf rund 19 Millionen Einzelteile zu verzichten. Darüber hinaus engagiert sich Thomas Cook im Rahmen seiner Mitgliedschaft bei der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e.V. zum Beispiel aktiv auf und um Mallorca.

Gemeinsam mit der balearischen Regierung und lokalen NGOs nahm Futouris e.V. Anfang 2019 die Arbeit am Branchenprojekt „Plastikfreier Urlaub auf den Balearen“ auf. Das zwei Jahre andauernde Projekt sieht vor, den durch Tourismus verursachten Müll zu verringern und die Recyclingquote zu erhöhen.

Im Rahmen einer Vorstudie des Projekts, deren Ergebnisse im Mai 2019 veröffentlicht wurden, nahmen die drei Thomas Cook-eigenen Markenhotels Cook´s Club Palma Beach, Sunwing Alcudia und Sentido Cala Vinas an einer Datenerhebung zu ihrer Plastiknutzung teil. Um den Status Quo zu eruieren, haben Futouris-Mitarbeiter die Anlagen besucht und die Hoteliers interviewt. Genau unter die Lupe genommen wurden nicht nur die Hotelzimmer, sondern auch Bars und Restaurants der Hotels. Ziel der Vorstudie war es, Potentiale und Herausforderungen zu identifizieren, um die Plastiknutzung in den Hotels zu reduzieren.

Die Vorstudie zeigt: Thomas Cook kann im Kampf gegen Plastik bereits erste Erfolge verzeichnen. Zwei der drei untersuchten Hotels händigen schon heute nur noch Papier-, statt Plastikstrohhalme aus. Dadurch konnten bereits 212.000 Strohhalme eingespart werden.

Allerdings: Die Studie stellte auch fest, dass Plastikflaschen weiterhin sehr verbreitet und in allen drei Hotels immer noch Teil der Standardausrüstung sind. Der nächste Schritt des Projekts sieht vor, dass alle teilnehmenden Hotels über weitere Pilotmaßnahmen entscheiden. Ein entsprechender Maßnahmenkatalog wird derzeit erstellt.. Dies soll dazu führen, dass die Hotels gezielt gegen die Plastiknutzung vorgehen und auf nachhaltigere Alternativen umsteigen. Maßnahmen könnten beispielsweise die Einführung von wiederverwendbaren Wasserflaschen auf den Hotelzimmern samt Wasserspendern auf den Fluren oder die Sensibilisierung der Hotelmitarbeiter für das Thema Plastik durch Personaltrainings sein.

 

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