Reisetrends 2019: Die Bedürfnisse der Urlauber ändern sich, nicht jedoch ihr Wunsch zu reisen

Newsroom, Themen | 13. Juni 2019 | Keine Kommentare

Bereits im dritten Jahr in Folge analysiert der Thomas Cook Holiday Report zum Start der Sommersaison Kundenwünsche und -Bedürfnisse sowie Trends der Reisebranche.

Dafür hat der Veranstalter aus Oberursel eine repräsentative Umfrage unter 1.951 eigenen Kunden durchgeführt sowie mit Unterstützung des Meinungsforschungsinstituts YouGov 1.034 Millennials zwischen 19 und 35 Jahren zu ihren Reisevorlieben befragt.

Schon 2018 war ein Reisejahr der Superlative: Nie zuvor hatten mehr Bundesbürger den Ferienkoffer gepackt. Und kommt es so, wie es Experten voraussagen, wird auch 2019 die Reiseintensität einen neuen Höchststand erreichen: Aber wo verbringen die Deutschen die schönste Zeit im Jahr?

Traditionell führt ein Drittel aller Urlaube weiter in die deutschen Ferienregionen. Doch mehr als jeder zweite Ferienaufenthalt geht ins europäische Ausland. Spanien ist dabei von Saison zu Saison – mit einem Marktanteil von über zwölf Prozent 2018 – Ziel Nummer eins, vor Italien, Österreich und der Türkei.  Dass andererseits gerade die klassischen Badeziele rund ums Mittelmeer weiter so gefragt sind, mag an den Vorstellungen der Reisenden von einem gelungenen Urlaub liegen. Denn höchste Reisepriorität genießt unter den Kunden, neben dem Preis, nach wie vor das Wetter mit ebenso 54 Prozent – egal ob man die Babyboomer fragt, die Generation X oder die Millennials.  Einer, wenn nicht gar der Megatrend, ist der Wunsch nach individualisiertem Urlaub. Nicht nur Millennials, die Gruppe der 19- bis 35-Jährigen, wollen keinen komplett durchgeplanten Urlaub machen. Selbst die Babyboomer – geboren zwischen Mitte der 1950er- und 1960er-Jahre – suchen im Urlaub zunehmend nach eigenen Wegen.  Authentische Küche aus regionalem Anbau, modernes Design mit Wiedererkennungswert oder nachhaltige Ausflüge stehen im Fokus.

Eine Generation mit Geld und Ansprüchen    

Und auch die freiheitsliebenden Millennials profitieren mittlerweile gern von den Vorteilen einer Veranstalterreise und nutzen vor allem auf sie zugeschnittene Produkte wie das Cook`s Club-Konzept.  Im Cook’s Club – der neuen Thomas Cook-Hotelmarke für die Generation Y – bedeutet das beispielsweise keine isolierte Lage, dafür authentische Restaurants und Bars in der Nähe. Gewünscht ist eine Unterkunft, die auf Rausgehen statt aufs Drinbleiben ausgelegt ist. Schließlich will – so die Umfrage des Reiseveranstalters – jeder Dritte lokale Kultur erfahren.

Auch feste Essenszeiten sind passé: In den Restaurants könne „man sich individuell von zwölf Uhr mittags bis zehn Uhr abends sein Essen holen“, sagt Andreas Weber. „Frisch zubereitet und wenn irgend möglich mit Produkten aus der Umgebung.“ Viele der Gäste (48 Prozent) wollten schließlich wissen, woher die Zutaten für das Essen kommen, so der Deputy Director Brand Management bei Thomas Cook Hotel & Resorts.   Vorbei scheint zudem die Zeit ausschweifender Poolpartys und Urlaubsromanzen. 70 Prozent der Altersgruppe zwischen 19 und 35 hatten noch nie einen One-Night-Stand oder eine etwas länger  dauernde Romanze im Urlaub. Die Hälfte von ihnen findet an solchen  Urlaubsaktivitäten auch gar kein Interesse. Viel wichtiger ist der  Generation Y dagegen Quality Time mit Freunden, Familie oder dem  Partner – das sagen immerhin 77 Prozent der Befragten.  Millennials, das weiß auch Weber, wollen im Urlaub vor allem  Entspannung und die Möglichkeit, Kraft zu tanken. Für 82 Prozent  ist dies der Hauptgrund für eine Reise – vor dem Wunsch nach einer  Auszeit von Studium oder Arbeit (78 Prozent) und dem Bedürfnis, sich  um das eigene Wohlergehen zu kümmern (48 Prozent).   

Leicht, lecker, lokal

Zum Wohlergehen nicht nur im Alltag, sondern vor allem auch im Urlaub, gehört für alle Reisegenerationen das Thema Essen. Für knapp 50 Prozent der Befragten ist das Speisenangebot im Hotel heute noch wichtiger als vor fünf Jahren. Für 89 Prozent von ihnen spielt das Essensangebot bei der Auswahl der Unterkunft eine gewichtige Rolle. 22 Prozent halten gar Vielfalt und Qualität der im Hotel angebotenen Speisen für entscheidender als das eigentliche Urlaubsziel. Auch sind Reisende in Bezug auf das Essen heute viel experimentierfreudiger als noch vor ein paar Jahren – bei Thomas Cook gilt dies für 57 Prozent der Urlauber. Ein Hotel, das hauptsächlich Gerichte aus dem Heimatland anbietet, ist nur noch für zehn Prozent der Gäste attraktiv. Dagegen wählen 80 Prozent der Urlauber gern eine Unterkunft, die die Möglichkeit bietet, die lokale Küche kennenzulernen.

Bei Thomas Cook hat man früh auf die sich verändernden  Essgewohnheiten der Kunden reagiert. Bereits seit 2009 werden beispielsweise in den Häusern der eigenen Hotelmarke SENTIDO  die üblichen Wärmebehälter häufig durch frisches Frontcooking  ersetzt. Und in den Sunwing Family Resorts streicht der  Veranstalter in diesem Sommer Zucker aus dem Speise- und  Getränkeangebot der hoteleigenen Kinderclubs. Statt Kuchen,  Süßigkeiten und Softgetränken gibt es Obst-Smoothies oder ungesüßtes Popcorn.  Einen Schritt weiter geht man bei Cook’s Club: Die neue  Hotelmarke setzt voll auf das Street-Food-Konzept: An sechs verschiedenen Food-Stationen werden individuell von zwölf Uhr mittags bis  zehn Uhr abends Tellergerichte frisch vor den Augen der Gäste zubereitet. 

Bei Casa Cook hingegen verfolgt man deshalb das Konzept „From farm to table“ – und definiert Local Food völlig neu: Auf Rhodos etwa wächst frisches Grün in Hülle und Fülle im ausgedehnten hoteleigenen Garten. Und das Casa Cook auf Kos liegt inmitten eines Farmlandes, das der Hotelbesitzer betreibt – eine eigens angestellte Bäuerin baut dort Gemüse und Kräuter für die Küche des Hauses an.

Die Konzepte scheinen aufzugehen, was auch ein Blick auf die Umfrage bestätigt: Die Hälfte der Kunden von Thomas Cook bescheinigt dem Veranstalter, dass sich die Lebensmittelqualität und das Angebot der Speisen in den besuchten Ferienhotels in den letzten Jahren deutlich verbessert habe.

Der Thomas Cook Holiday Report 2019 ist online abrufbar unter http://tc-url.de/holrep.       

 

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